Welche Öle eignen sich zur Hautpflege?

Wir hatten in der Vergangenheit bereits über Öle zum Kochen berichtet. Doch online liest man auch immer wieder über Öle als Geheimtipp für eine schöne und gepflegte Haut. Manch einer empfiehlt Kokosnussöl als Rundumlösung, während andere vor Kokosnussöl warnen und andere Öle empfehlen. Doch welches Öl empfiehlt sich für welchen Hauttyp? Wir haben uns für dich schlau gemacht und die vielen Vor- und Nachteile der jeweiligen Öle für die verschiedenen Hauttypen durchgelesen. Lese nachfolgend, welches Öl das Beste für deinen Hauttyp ist.

Öle eignen sich für jeden Hauttyp

Vorab lässt sich sagen: Öle zur Hautpflege sind für alle Hauttypen zu empfehlen, sei es trockene oder fettige Haut. Es mag erst einmal kontraintuitiv erscheinen, eine fettige Haut mit Ölen zu verpflegen. Solange man jedoch die richtige Auswahl trifft, kann Öl auch in diesem Fall viele Vorteile mitsichbringen. Ein Wort der Vorsicht sei gesagt: Einige Öle können eine komedogene Wirkung haben, d.h. dass sie die Talgdrüsen verstopfen und so zu Mitessern führen können. Oftmals haben jene damit weniger Probleme, welche trockene Haut haben. Sollte die Haut jedoch empfindlich reagieren, kann es dennoch zu Problem kommen. Die Komedogenität eines Öls wird in einer Skala zwischen 0 und 5 eingestuft. Öle, welche mit 0 oder 1 eingestuft werden, verstopfen die Poren nicht und eignen sich daher auch für fettige Haut. Öle der Stufe 2 und 3 sind bereits leicht komedogen, das heißt dass sie bereits für Mischhaut problematisch sein können. Hier gilt jedoch im Zweifel: Probieren geht über studieren! Öle der Stufe 4 und 5 sind stark komedogen. Wer fettige Haut hat, sollte diese komplett vermeiden. Für trockene und/oder reife Haut können diese Öle aber ein wahres Wundermittel sein, da sie die Haut mit besonders viel Feuchtigkeit versorgen können. Kokosnussöl wird übrigens mit einem Wert von 4 eingestuft und sollte daher nur von jenen verwendet werden, welche einen trockenen Hauttyp haben. 

Öle für trockene Haut

Wer unter trockener Haut leidet, kämpft oftmals mit einem Spannungsgefühl, vor allem nach dem Duschen. Außerdem neigt trockene Haut dazu, zu jucken und sich oftmals zu schuppen. Kratzen ist keine gute Lösung, da trockene Haut sowieso schon schnell rötet. 

Für trockene Haut empfehlen sich beispielsweise die nachfolgenden Öle:

  • Olivenöl (Komedogenität: 2-3)

Olivenöl eignet sich aufgrund seiner entzündungshemmenden und hydrierenden Wirkung. Wenn man dieses Öl in seine Haut einmassiert, wird das Bindegewebe zusätzlich unterstützt und Hautelastizität gefördert. Olivenöl ist voll mit Vitamin A, E und K sowie Polyphenole und ungesättigten Fettsäuren.

Doch Vorsicht: Olivenöl kann bereits komedogen wirken, besonders für jene, welche empfindliche Haut haben.

  • Leinöl (Komedogenität: 5)

Leinöl hat eine entzündungshemmende als auch zellregenerierende Wirkung, somit kann es kleinen Hautwunden beim Heilen helfen. Ebenso kann Leinöl dann helfen, wenn man ein wenig zu lange in der Sonne gelegen hat. Leinöl enthält Vitamin E, Mineralstoffe sowie eine große Menge an Omega-3-Fettsäuren. Leinöl ist jedoch äußerst komedogen und sollte daher erst einmal testweise ausprobiert werden, bevor man es großflächig zur Hautpflege einsetzt.

  • Hanfsamenöl (Komedogenität:0)

Hanfsamenöl eignet sich für diejenigen, welche trockene aber auch empfindliche Haut haben. Es wirkt entzündungshemmend und antimikrobiell ohne komedogen zu sein. Das Öl enthält ähnlich wie Leinöl Vitamin E, Mineralstoffe und ist zudem reich an Omega-Fettsäuren.

Öle für fettige Haut

Oftmals wird fälschlicherweise angenommen, dass die fettige, glänzende Haut bereits zu viel Feuchtigkeit enthält. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wer mit fettiger Haut zu kämpfen hat, kann ebenfalls von Ölen profitieren. Denn auch fettige Haut benötigt ausreichend Feuchtigkeit, um gesund zu sein. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Komedogenität des Öls möglichst niedrig ist, um die Poren freizuhalten und somit keine Mitesser oder Pickel zu verursachen. So eignen sich zum Beispiel die nachfolgenden Öle für fettige Haut: 

  • Jojobaöl (Komedogenität: 1)

Jojobaöl ist eigentlich gar kein Öl: Es fällt in die Kategorie der Wachse. Jojobaöl ist jedoch ein so zartschmelzendes Wachs, dass es optisch einem Öl gleicht. Allerdings macht genau die Eigenschaft eines Wachses das Jojobaöl so gut für fettige Haut. Die chemische Struktur des Wachses ähnelt unserem hauteigenen Sebum, was sich wiederum regulierend auf dessen Produktion auswirkt. Somit gleicht Jojobaöl die Fettproduktion aus, was für eine reine Haut sorgt, und ist zudem reich an Vitamin A, B und E sowie Mineralstoffen, wie beispielsweise Zink, Selen und Jod.  

  • Teebaumöl (Komedogenität: 0)

Teebaumöl zählt zu den wahren Alleskönnern unter den Ölen: Das zu den Myrtengewächsen gehörende Öl hat eine entzündungshemmende und wundheilende Wirkung, wodurch es sich für eine Vielzahl an Hautproblemen eignet, wie zum Beispiel für Akne, Nagelpilz und sogar für Entzündungen am Zahnfleisch oder im Hals. Teebaumöl hat jedoch einen sehr starken Eigengeruch. Während sich viele nicht an dem Geruch stören, gibt es ebenso viele, für die der Geruch zu störend ist, um Teebaumöl anzuwenden. 

  • Distelöl (Komedogenität: 0-1)

Distelöl wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und hilft dabei, das Gleichgewicht der Haut wiederherzustellen. Distelöl versorgt die Haut außerdem mit Vitamin A, E sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Für eine reine Haut empfiehlt es sich, zweimal pro Woche eine kleine Menge Distelöl für 5 bis 25 Minuten in das Gesicht einzumassieren und anschließend mit Wasser gründlich abzuwaschen. 

Fazit

Wer gerne Öl in seine Hautpflege integrieren möchte, sollte dies entsprechend tun. Jedoch profitiert die eigene Haut dann am meisten davon, wenn man das für seine Haut richtige Öl wählt. Wenn man seinen eigenen Hauttyp kennt, lassen sich die passenden Ölsorten bereits einschränken – die Wahl sollte somit einfacher fallen. Letztendlich kann man sich dann durch jene Öle durchprobieren, um das beste Öl für die eigenen Vorlieben zu finden. Ein letzter Tipp: Um die Haut mit möglichst viel Feuchtigkeit zu versorgen, empfiehlt es sich, das Öl in die noch feuchte Haut einzumassieren!