Weg mit Plastikverpackungen im Badezimmer: So geht’s!

Während der Verzicht von Plastik in einigen Bereichen des Lebens inzwischen durch nachhaltige Innovationen und Projekte vereinfacht wird, ist es in einem anderen besonders schwierig auf Plastikverpackungen zu verzichten: Dem Badezimmer. Angefangen von Shampooflaschen über Cremedosen und Zahnbürsten bis hin zu Mikroplastik – kaum ein Produkt aus dem Badezimmer ist nicht von der Plastikplage betroffen. Wie du dem entgehen kannst und Plastik aus deinem Badezimmer verbannst, erfährst du hier.

1. Zahnbürste

Wer eine Elektrozahnbürste hat, muss wenigstens nur noch die kleinen Köpfe alle paar Monate austauschen. Doch es geht auch noch umweltfreundlicher: Mit einer Zahnbürste aus Holz oder gar nachhaltigem Bambus! Zahnbürsten aus Holz können beispielsweise von dem Miswak-Baum (Salvadora persica L.) kommen, welcher auch Zahnbürstenbaum genannt wird. Dessen Holzzweige oder Wurzeln gelten als eine kleine 2-in-1-Wunderwaffe, denn diese faserigen Teile das Miswak-Baums dienen nicht nur als Zahnbürste, sondern auch als Zahnpasta. So enthält dieser natürliche Stoffe, welche die Zähne schützen und pflegen, wie beispielsweise Flavonoide, Tannine, Silikat, Vitamin C, Calcium und sogar ein wenig Fluorid.

2. Zahnpasta

Zahnpasta war nicht immer so praktisch verpackt, wie wir sie mittlerweile im Supermarkt vorfinden. In nicht allzu ferner Vergangenheit wurden die Zähne noch mit Zahnpastapulver geputzt. Dieses kann man sich heutzutage immer noch zuhause selbst herstellen und stellt eine abfallsparende Alternative dar. Für die, die sich nicht gerne den Aufwand machen möchten, geht es auch noch etwas einfacher: Gepresste Zahnpastatabletten, welche in der Regel verpackungsarm erhältlich sind. Ein weiterer Vorteil von Zahnpastapulver oder -tabletten ist deren Reisetauglichkeit: Da diese kein Wasser enthalten, können sie  ganz einfach im Handgepäck verstaut werden. Falls deine Zähne eine spezielle Pflege benötigen, raten wir dir vor einem Umstieg jedoch zu einem Gespräch mit deinem Zahnarzt.

3. Zahnseide

Anstelle von der im Supermarkt erhältlichen Zahnseide, welche aus Kunststoff besteht und zusätzlich auch noch in Plastik eingepackt ist, ist natürliche Zahnseide aus echter Seide mit Bienenwachs im Glasbehälter als Alternative erhältlich.

4. Q-Tips – Wattestäbchen

Wer sich gerne die Ohren selbst reinigt, der greift sicherlich gerne zum Wattestäbchen. Diese sind nicht sonderlich umweltfreundlich, da sie nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden. Ohrenärzte sehen diese ohnehin als kritisch an, aufgrund des hohen Verletzungsrisikos bei deren Anwendung. Sicherer in der Anwendung und umweltfreundlicher wären medizinische Ohrenreiniger, welche dann auch wiederverwendbar sind. Medizinische Ohrenreiniger lassen sich oft im Drogeriehandel, der Apotheke oder online finden.

5. Wattepads

Anstelle der einmal verwendbaren Wattepads, kann man sich zuhause ganz einfach selbst wiederverwendbare, waschbare Wattepads herstellen. Dies ist auch mit wenig Nähkenntnissen möglich, da -seien wir mal ehrlich- niemanden eine schiefe Naht bei einem Wattepad stören oder auffallen wird. Wer seinen Nähkünsten dennoch nicht vertraut oder sich die Wattepads lieber kaufen möchte, kann diese online erwerben. Nach der Anwendung, wenn diese dreckig sind, verstaut man sie in einem kleinen Netz und wirft sie mit seiner restlichen Wäsche in die Waschmaschine und voila: Schon hat man wieder saubere Wattepads für die nächsten Anwendungen parat!

6. Toilettenpapier

Um bei Toilettenpapier auf die Umwelt Rücksicht nehmen zu können, muss man mittlerweile nicht mehr zu dem dunkelgrauen, kratzigen Toilettenpapier greifen. Viele Marken bieten mittlerweile wesentlich weichere Alternativen an, welche dennoch aus recyceltem Papier hergestellt wurden. Da Toilettenpapier bekanntlich nicht schlecht wird, sollte man hier größere Mengen auf einmal kaufen – so lässt sich Plastik bei der Verpackung sparen. Und wenn du es in einer großen Verpackung kaufst, kannst du diese anschließend noch als Müllbeutel wiederverwerten.

7. Seife

Ein hartes Seifenstück hat viele Vorteile im Vergleich zur Flüssigseife. Besonders sticht hier jedoch die Verpackung hervor, welche bei einem Seifenstück wesentlich geringer ausfällt. So muss man nicht alle paar Wochen eine aufwendige Plastikverpackung mit Plastikpumpe wegwerfen. Zusätzlich kommen Seifenstück oft mit weniger bedenklichen Inhaltsstoffen aus als es bei der Flüssigseife der Fall ist. In Naturkostläden, Bioläden oder Reformhäusern lassen sich hier besonders schöne Seifenstücke finden, welche mit gesunden Inhaltsstoffen und wenig Papierverpackung bestechen. Zu Hause kannst du diese dann, ganz ohne Plastik, in einer Keramik-, Holz- oder Edelstahl-Seifenschale aufbewahren.

Wem die herumliegenden, kleinen Seifenreststückchen lästig sind, der kann sich ein kleines Seifensäckchen kaufen. In diesem kann man die kleinen Seifenreste sammeln und dann beim Duschen aufbrauchen. Gleichzeitig erhält man so auch noch eine angenehme Massage, da die Netzstruktur des Seifensäckchens, welche zum Beispiel aus Sisal hergestellt werden, einen peelenden Effekt hat und die Durchblutung fördert.

8. Festes Shampoo und Duschgel

Wir haben dir bereits hier die Vorzüge von festem Shampoo aufgezeigt. Festes Duschgel, auch Körperseife genannt, hat ähnliche Vorteile und überzeugt gleichermaßen wie festes Shampoo mit weniger Verpackung, verträglicheren Inhaltsstoffen und dessen handlicheren und sparsameren Anwendung.

9. DIY Deodorant

Ebenso haben wir dir hier gezeigt, wie du ein natürliches und verlässliches Deodorant ganz ohne Aluminium zu Hause selbst herstellen kannst. Weniger Müll, gepflegte Achseln und weniger Giftstoffe für deinen Körper: Da ist es unmöglich noch Argumente für herkömmliches Deodorant aus dem Supermarkt zu finden.

10. Damenhygiene-Artikel

Für Damen gibt es mittlerweile auch umweltfreundlichere Alternativen zur Binde oder dem Tampon: Tassen aus medizinischem Silikon stellen eine auslaufsichere, wiederverwendbare Option dar, wenn man auf seiner monatlichen roten Welle surft. Bekannte Marken sind hier zum Beispiel der Diva-Cup, welcher Behälter mit verschiedenen Fassungsvermögen anbietet. So schont man auf lange Sicht die Umwelt und seinen Geldbeutel.

11. Haarbürsten

Für die Haarbürste empfiehlt es sich, die Plastikbürste mit einer Holzbürste mit Holzstiften oder Naturborsten zu ersetzen. Deine Haare werden sich ebenfalls über eine solche Bürste freuen, denn diese regen auf natürlichem Weg die Durchblutung deiner Kopfhaut an, verhindern das statische Aufladen deiner Haare und zerstören nicht die empfindliche äußere Schuppenschicht des Haares. Deine Haare fühlen sich dementsprechend gepflegter an und glänzen mehr!

12. Rasierer

Beim Rasieren lässt sich etwas Müll einsparen, indem man nicht auf Einwegrasierer setzt, sondern sich einen solchen Rasierer besorgt, welcher nur einen Austausch der Klinge benötigt. Wenn diese in größeren Vorteilspackungen gekauft werden, lässt sich auch noch Verpackungsmüll sparen.

Fazit

Es gibt unzählige Möglichkeiten, im Haushalt Abfall einzusparen. Wir haben dir hier einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie du in deinem Badezimmer ein wenig Abfall einsparen und deinen Müll reduzieren kannst. Wir hoffen, dass wir dich inspirieren konnten und du für einige unserer Tricks und Kniffe Anwendung finden kannst!