Energiekosten zuhause reduzieren? So geht’s!

Heizkosten haben einen erheblichen Einfluss auf die Ausgaben eines Haushalts und können ungehindert in die Höhe schnellen, wenn ein paar wichtige Aspekte im Alltag außer Acht gelassen werden. Wer plant, zukünftig immense Kosten beim Heizen zu sparen, muss weder große Investitionen tätigen noch auf ein warmes Zuhause verzichten. Mit den richtigen Tipps und Tricks zum Heizen und Lüften kann mühelos gespart und zusätzlich umweltbewusst geheizt werden.

Heizung beim Verlassen des Hauses nicht abschalten

Dieser Tipp hört sich möglicherweise paradox an, allerdings ist es wichtig, die Heizungsanlage nie komplett herunterzudrehen, da dadurch mehr Energie verloren gehen kann als tatsächlich eingespart wird. Der Grund dafür: Das Wiederaufheizen eines kalten Raumes bedarf mehr Energie als das Aufrechterhalten einer gewissen Mindesttemperatur. Dabei gilt: Beim Verlassen des Hauses sollte eine Mindesttemperatur von 16 Grad Celsius gehalten werden.

Korrekt lüften

Eine oft übersehene Möglichkeit den Energieverbrauch zu reduzieren ist das richtige Lüften. Das Fenster nur auf Kipp zu stellen, fördert weder den Frischluftaustausch, noch lindert es den Wärmeverlust, wie oft fälschlicherweise geglaubt. Im Gegenteil, das Kippen des Fensters schadet sogar der Baustruktur, da vor allem die Innenseite des Fensterrahmens stark abkühlt, was zu Schimmelbildung führen kann. Besser ist es, das Fenster komplett zu öffnen und für einige Minuten stoßzulüften. Korrektes Lüften kommt nicht nur Ihrem Energieverbrauch, sondern auch der Umwelt zugute: Eine halbe Tonne Kohlenstoffdioxid kann jährlich auf diese Weise vermieden werden.

Fenster und Türen abdichten

Undichte Fenster und Türen können der Grund für einen Energieverlust von bis zu 20 Prozent sein. Deshalb sollte stets darauf geachtet werden, dass diese effizient abgedichtet sind, um Zugluft und demnach Energieverschwendung zu verhindern. Vor allem in älteren Gebäuden muss aufgrunddessen des Öfteren nachgebessert werden. Schnelle und kostengünstige Abhilfe können schon Profil- und Schaumstoffdichtungen aus dem Baumarkt schaffen. Durch diese minimale Maßnahme können pro Jahr bis zu 1.250 kWh (auf 150m²) eingespart werden.

Heizung ordnungsgemäß einstellen

Besonders im Frühling, wenn die Temperaturen wieder anfangen zu steigen, sollte darauf geachtet werden, dass die Zimmertemperaturen nicht höher als nötig sind. Bereits bei einer Verringerung der Heizungstemperatur um nur einen Grad können bis zu 6 Prozent der Heizkosten eingespart werden. Grundsätzlich sollten die Temperaturen in Wohn- und Esszimmern 20 Grad nicht überschreiten, in der Küche reicht schon eine Raumtemperatur von 18 Grad aus. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass kein Raum kälter als 16 Grad ist, da dies Feuchtigkeit und somit Schimmelpilz fördert.

Programmierbare Thermostate installieren

Um zuhause so energieeffizient wie möglich zu heizen, ist es ratsam elektronische Thermostate an den Heizungskörpern zu installieren. Diese lassen sich nach Belieben programmieren, sodass die Heizungen nachts automatisch herunterfahren sowie vor dem Nachhausekommen hochfahren, damit es sogleich mollig warm im Eigenheim ist. Auf diese Weise wird keine unnötige Energie verbraucht und auch auf Komfort muss nicht verzichtet werden. Viele Produkte können heutzutage außerdem per Smartphone gesteuert werden, sodass die Bedienung für den Verbraucher noch einfacher gestaltet ist. Die Anschaffung von herkömmlichen elektronischen Thermostatventilen beläuft sich auf ungefähr 10-15 Euro das Stück. Und die Investition lohnt sich: Auf diese Weise können jährlich ca. 540 kg CO2-Ausstoß und gleichzeitig bis zu 200 Euro gespart werden!

Kleine Veränderungen im Haushalt, welche kostengünstig und ohne größeren Aufwand umgesetzt werden können, machen schon nach wenigen Monaten einen erheblichen Unterschied auf der Heizrechnung und demnach im Portemonnaie. Ein positiver Nebeneffekt: Der Umwelt kommen diese Verhaltensänderungen auch noch zugute!