Für den Job umziehen

Manchmal ist für den neuen Job ein Tapetenwechsel von Nöten. Sei es freiwillig oder eher gezwungenermaßen: Wer für einen Job umziehen muss, sollte einiges beachten und überdenken. Lies nachfolgend mehr zu dem Thema Ortswechsel für den Job.

Ein Umzug für den Job kann viele verschiedene Gründe haben: Der Eine zieht um, da der lokale Wohnort keine Aufstiegschancen oder freie Arbeitsstellen bietet. Der Andere zieht um, da ein lukratives Jobangebot in einer anderen Stadt gefunden wurde. Besonders für Lehrlinge am Ende der Ausbildung sowie Hochschulabsolventen ist eine gewisse Flexibilität wichtig, um einen guten Start in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Jedoch sollten einige Faktoren beachtet werden, bevor die Entscheidung getroffen wird, für einen neuen Job in eine fremde Stadt zu ziehen.

Job umziehen

Pendeln 

Wenn der Arbeitsplatz nicht allzu weit entfernt ist oder man den geliebten Wohnort nicht verlassen möchte, sei es aufgrund von Eigentum oder den sozialen Kontakten, nehmen viele Deutsche ein tägliches Pendeln in Kauf. Manchmal liegt dies auch schlicht daran, dass der Wohnort in der Nähe der Arbeit wesentlich teurer wäre und so das Pendeln stets die günstigere Alternative ist. Zwar sind viele Deutsche heutzutage bereit, bis zu einer Stunde zu Ihrem Arbeitsplatz zu pendeln, doch manchmal ist dies einfach nicht mehr die beste Möglichkeit. Ab einer gewissen Distanz oder einem gewissen Zeitaufwand wird das Pendeln zu stressig und die Frage nach einem Umzug steht zur Debatte.

Umzugskosten 

Wer sich für einen Umzug entscheidet, dem stehen oftmals hohen Umzugskosten bevor. Schließlich ist so ein Umzug nicht mal eben mit einer Handbewegung getan. Gegebenenfalls müssen große Fahrzeuge gemietet , Helfer engagiert, oder Möbel neu gekauft werden. Außerdem fallen ggf. Kosten für einen Makler an und auch eine Kautionszahlung muss geleistet werden. Es ist daher sinnvoll, wie bei der Gehaltsverhandlung, mit dem neuen Arbeitgeber zu verhandeln, inwiefern dieser den Umzug bzw. die Kosten unterstützt. Gesetzlich ist der neue Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, sich an den Umzugskosten zu beteiligen. Wer Glück hat, bekommt jedoch finanzielle Unterstützung oder ein zinsloses Darlehen vom neuen Arbeitgeber. Unabhängig davon kann jeder die Umzugskosten bei der Steuer als Werbungskosten angeben. Wer von der Arbeitslosigkeit wieder in das Berufsleben einsteigt und dafür den Wohnort wechselt, kann für den Umzug bei der Arbeitsagentur eine Kostenerstattung beantragen.

Job umziehen

Ist der Job einen Umzug wert?

Bevor der neue Job angetreten wird, ist es wichtig zu überdenken, was genau der neue Job bietet. Treibt er die Karriere wirklich voran? Es ist wichtig, sich über das Unternehmen, dessen Marktplatzierung sowie Zukunftsorientierung und -sicherheit zu informieren. Eine weitere wichtige Rolle ist die Bezahlung: Ist diese besser als die aktuelle? Wie ist die Relation zwischen Bezahlung und Lebenshaltungskosten?
Außerdem ist es wichtig zu wissen, warum man den neuen Job annehmen möchte: Vielleicht spielt neben der besseren Position auch das Team, die Arbeitsatmosphäre, die Aufgaben oder mehr Entscheidungsfreiheit eine wichtige Rolle. 

Soziale Kontakte 

Generell verändert sich das soziale Umfeld durch einen Ortswechsel. Der tägliche Umgang mit Freunden und Familie fällt weg. Natürlich gibt es in der heutigen Zeit viele Möglichkeiten, mit jedem weltweit in Kontakt zu bleiben, sei es beispielsweise durch Videotelefonie oder soziale Medien. Allerdings ersetzt dies nie die realen sozialen Kontakte.
Jemand der alleine umzieht, dem mag diese Entscheidung leichter fallen als jemanden mit Partner und Kindern. Im letzteren Fall fallen gleichzeitig mehrere soziale Umfelder weg und müssen neu aufgebaut werde. Zwar ist man als Familie am Anfang, am neuen Wohnort, nicht so einsam wie eine alleinstehende Person, dennoch benötigt jeder über kurz oder lang ein soziales Umfeld. 

Allgemein gelten die ersten sechs Monate als die schwierigste Phase am neuen Wohnort. Oftmals fehlt nach dem Arbeitstag die Motivation oder schlicht die Zeit, sich noch für Unternehmungen aufzuraffen, welche dabei helfen können, neue Kontakte zu knüpfen. Daher ist es gerade in der Anfangszeit besonders ratsam, sich zunächst sozialen Gruppen, wie beispielsweise Sportgruppen am Arbeitsplatz, anzuschließen. 

Job umziehen

Wer für einen Job umziehen muss, sollte sich vorab diese Fragen stellen: 

  1. Brenne ich für den neuen Job?
  2. Wie sicher ist der neue Job?
  3. Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?
  4. Wird mein Gehalt ausreichen, um die Lebenshaltungskosten zu finanzieren? 
  5. Verdiene ich unterm Strich, nach Abzug aller Kosten (wie z.B. Umzugskosten), mehr als vorher?
  6. Wer bezahlt meinen Umzug? 
  7. Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus? 
  8. Was bietet die neue Stadt neben der Arbeit? 
  9. Wie ist die Infrastruktur in der neuen Stadt? 
  10. Was ist mein Plan B, falls ich mich an meinem neuen Wohnort nicht wohlfühle? 

Fazit

Während der Umzug womöglich eine Zeitersparnis mit sich bringt und im besten Falle die Karriere antreibt, ist ein Umzug auch mit hohen Kosten und Risiken verbunden. Außerdem muss man sich auch über die Veränderungen im sozialen Umfeld bewusst sein. Wer alleine umzieht, muss außerdem andere Faktoren beachten als jemand, der mit seiner Familie umzieht. Wer für einen Job umziehen muss, sollte diese Entscheidung gut durchdenken, bevor man eine finale Entscheidung trifft.