Vitamin B12: Lebenswichtig für Körper und Geist!

Vitamin B12 ist unter anderem für das Nervensystem sowie die Blutbildung und Zellteilung des menschlichen Körpers wichtig. Worin Vitamin B12 vorkommt, wie Sie einen Mangel erkennen können und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier.

Wofür benötigt man Vitamin B12?

Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle beim allgemeinen Stoffwechsel. Insbesondere im Bereich des Nervensystems und der Blutbildung, sowie des Abbaus von Fettsäuren und der Entgiftung. Darüber hinaus hilft es der Folsäure, welche im Körper gespeichert wird, sich in eine für den Körper benötigte Form umzuwandeln.

Wieviel Vitamin B12 benötigt man?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Dosis von 3µg Vitamin B12, um den allgemeinen Gesundheitszustand aufrecht zu erhalten. Ausnahmen gelten jedoch bei Frauen, die schwanger sind oder stillen, sowie bei bestimmten Krankheiten und anhaltendem Stress. Hier gilt laut DGE ein erhöhter Tagesbedarf von 5µg.

Symptome von Vitamin B12-Mangel

Symptome eines Vitamin B12 Mangels können unter anderem Zustände wie chronische Müdigkeit und Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Migräne, eine allgemeine Immunschwäche, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen, bis hin zu Störungen in der Wahrnehmung, Blutarmut und Lähmungen sein.

In welchen Lebensmitteln kommt Vitamin B12 vor?

Der menschliche Körper ist in der Regel nicht in der Lage, eigenständig genügend Vitamin B12 zu produzieren, weshalb wir darauf angewiesen sind, dieses über die Nahrung aufzunehmen. Vitamin B12 kommt insbesondere in Innereien wie beispielsweise der Leber vor, ansonsten überwiegend in Fleisch und Milchprodukten, allerdings in deutlich geringerer Form. Insbesondere Veganer leiden deshalb häufig unter einem Vitamin B12 Mangel. Eine der wenigen Pflanzen, welche Vitamin B12 produzieren, ist die Süßwasseralge Chlorella. Selbst wenn man genügend Fleisch zu sich nimmt, kann ein Mangel vorhanden sein. Sogenannte Aufnahmestörungen können dafür sorgen, dass die Vitaminverwertung beeinträchtigt wird. Dies kann beispielsweise durch eine schlechte Darmflora oder aber durch Medikamente, wie zum Beispiel die Anti-Baby-Pille, hervorgerufen werden.

Vitamin B12 Präparate

Vitamin B12 in Form von Kapseln oder Saugtabletten können bei einem Mangel Abhilfe schaffen. Dabei wird zwischen vier verschiedenen Präparaten mit unterschiedlichen Wirkungen unterschieden:

Hydroxocobalamin ist eine natürliche Form des Vitamin B12, welche ebenso von den eigenen Mikroorganismen generiert wird. Bei einem starken Mangel wird Hydroxocobalamin jedoch meist in Form von Injektionen bei einer Therapie unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt, da es vom Körper sehr gut aufgenommen und verwertet wird. Anschließend wird es im Körper in die bioaktiven Coenzyme Methylcobalamin und Adenosylcobalamin umgewandelt.

Methylcobalamin und Adenosylcobalamin sind Coenzyme, welche im Zellplasma sowie in den Mitochondrien wirken. Bei Kapseln zum Einnehmen ist häufig nur das Coenzym Methylcobalamin enthalten, idealerweise ist das bioaktive Vitamin B12 jedoch als Präparat, welche aus einer Kombination von Methylcobalamin, Hydroxocobalamin und Adenosylcobalamin besteht, einzunehmen.

Cynanocobalamin ist eine synthetische Vitamin B12 Form, welche nicht auf natürliche Weise hergestellt werden kann. Aufgrund dessen muss Cynanocobalamin zunächst im Körper umgewandelt werden, bevor es seine Wirkung entfalten kann. Da diese jedoch nur sehr gering ausfällt, ist ein Präparat mit Cynanocobalamin grundsätzlich nicht zu empfehlen.

Überdosierung

Für jegliche Therapieform, sei es als Ergänzung oder aufgrund starken Mangels, ist eine Überdosierung in dem Sinne nicht möglich. Nimmt man mehr Vitamin B12 zu sich, als der Körper benötigt, wird das überschüssige Vitamin auf natürliche Weise mit dem Urin ausgeschieden. Wir empfehlen dennoch, sich an den Inhalt der Packungsbeilage zu halten.

Fazit

Selbst wenn man genügend Nahrung mit Vitamin B12 aufnimmt, kann ein Defizit aufgrund von Aufnahmestörungen vorhanden sein. Chronische Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Depressionen können unter anderem die Folgen sein. Nichtsdestotrotz kann dies auch andere Ursachen haben, weshalb eine Untersuchung bei einem Arzt Klarheit geben sollte. Ein ausführliches Blutbild kann Aufschluss darüber geben, woraus die Symptome tatsächlich resultieren und ob eine Vitamin-B12-Kur als Therapieform sinnvoll ist.