SHEIN: Kritik an der Fast Fashion Marke

Die Kleidungsmarke SHEIN lockt mit den neuesten Trends und unschlagbaren Preisen: Für Schnäppchenjäger genau der richtige Online-Shop. Weltweit ist die Marke unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekannt und beliebt; und doch gibt es Kritik an dem Großkonzern aus China. Was steckt hinter der anonymen Fast Fashion Marke SHEIN?

Was ist SHEIN?

SHEIN ist eine Fast Fashion Marke, die erstmals 2008 unter dem Namen Sheinside von Chris Xu auf den Markt gebracht wurde. Die chinesische Trendmarke ist vom Erfolg kaum zu stoppen. Ihr Erfolgsgeheimnis liegt in günstigen Preisen und täglich neuen Klamotten, die immer dem neuesten Trend folgen. Die weltweit bekannte Marke belegt in vielen Ländern Platz 1 der Onlineshop Rankings. Auf fast jeder Social Media Plattform ist SHEIN Werbung zu finden, welche mit attraktiven Sales und Preisen lockt. Mit 10.000 Beschäftigten wird SHEIN in 220 Ländern angeboten.

Kundenmeinungen

SHEIN scheint unter Jugendlichen nach außen hin eine der beliebtesten Fast Fashion Marken der Welt zu sein, doch der Schein trügt. Nicht alle Kunden sind über die Leistungen von SHEIN zufrieden. Die Rezensionen unter gewissen Produkten weisen Begriffe wie “schlechte Qualität” und “zu lange Lieferzeiten” auf. Immer wieder kritisieren ihre Kunden, dass sich gewisse Produkte von den Abbildungen unterscheiden. Kunden von SHEIN bemängelten auch häufigere Probleme bei der Lieferung und nicht zugestellten Paketen. Auf Bewertungsseiten schneidet der Onlineshop nur mittelmäßig ab. Der Kundenservice über die weite Distanz sei nicht ausreichend, so heißt es in den Kommentaren auf der SHEIN Webseite.

Schlechte Arbeitsbedingungen in den Fabriken von SHEIN?

Die Webseite selbst versichert, dass keine Zwangs- oder Kinderarbeit verwendet wird und gute Arbeitsbedingungen herrschen. Doch woher dann die starke Kritik an der Fast Fashion Marke? Hauptursache für die Vorwürfe und Spekulationen ist die Anonymität der Marke. Bis vor Kurzem war nicht einmal der Name des Gründers Chris Xu bekannt. Zu SHEIN selbst ist auch sonst nicht viel Weiteres bekannt. Die Verschwiegenheit und die niedrigen Preise des Unternehmens lassen viele Vermutungen auf unethische Produktionen aufstellen. Besonders bei Billigkleidung aus Asien werden Großproduzenten häufig der Kinderarbeit verdächtigt.

Offiziell heißt es auf der Webseite des Unternehmens: „Außerdem sind wir stolz darauf, dass wir die strengen Standards für faire Arbeitsbedingungen einhalten, die von internationalen Organisationen wie SA8000® festgelegt wurden.“ Bei diesen Grundlagen fehlt jedoch, dass die Arbeitsbedingungen von unabhängigen Institutionen geprüft werden. Die Kleidung von dem Fast Fashion Shop wird in billigen Fabriken in Übersee produziert. Somit werden die Kosten so gering wie möglich gehalten. Dies ist jedoch ethisch gesehen nur mäßig vertretbar.

Die Arbeitsstandards der SHEIN-Arbeitnehmer sind umstritten. Von niedrigen Löhnen über schlechte Arbeitsbedingungen, der Fast Fashion Shop muss in diesen Bereichen sparen, um den Kunden diese billigen Preise anbieten zu können.

Trotz Qualitätsmängel, vielerlei schlechter Kundenbewertung und unethischen Hintergründen kaufen noch immer viele Menschen täglich in den Onlineshops des chinesischen Großhändlers ein.

Fazit

Ob ihr nun bei SHEIN einkauft oder nicht liegt in jedermanns eigener Hand. Jedoch sollten die genannten Faktoren im Bereich Arbeitsbedingungen im Hinterkopf behalten werden. Wer trotzdem seinen Geldbeutel schonen möchte, kann sich nach Alternativen umsehen oder aus Nachhaltigkeits Gründen auch mal einen genaueren Blick in den eigenen Kleiderschrank werfen.