Hunde- und Katzenfutter: Bio, Vegan, roh oder selbstgemacht?

Wir hatten in der Vergangenheit bereits darüber berichtet, wie man den CO2-Pfötchenabdruck verringern kann und auf welche Inhaltsstoffe man beim Kauf von Hunde- oder Katzenfutter achten sollte. Heute möchten wir dir dabei helfen, eine Antwort auf die Frage zu finden, welches Hundefutter bzw Katzenfutter besser ist: Bio, vegan, roh oder selbstgemacht? 

Hundefutter Katzenfutter

Im Nachklang zu unserem Beitrag über die Inhaltsstoffe, welche man in Hundefutter oder Katzenfutter findet, möchten wir heute einen näheren Blick darauf werfen, welches Tierfutter für unsere geliebten Vierbeiner das beste ist. Die Ernährung unserer Haustiere erlebt ähnliche Trends wie für uns Menschen der Fall. So überrascht es nicht, dass es mittlerweile beispielsweise auch eine vegane Tierernährung gibt. Bei der Wahl der richtigen Ernährung sollte selbstverständlich das Wohl unseres Haustieres im Vordergrund stehen. Man sollte zudem nicht vergessen, wie das Tierfutter hergestellt wird, denn hier lässt sich unnötiges Tierleid vermeiden. 

Vegane Ernährung für Hunde oder Katzen

Oftmals unterstützen wir beim Kauf unseres Tierfutters die Massentierhaltung, ohne dass wir uns darüber bewusst sind. Aufgrund dessen entscheiden sich einige Tierbesitzer mittlerweile dazu, ihre Haustiere vegetarisch oder vegan zu ernähren. Ob diese Art der Ernährung schädlich für Hund oder Katze ist, damit hat sich eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität in Wien in 2014 auseinandergesetzt. Zwar konnten weder Mängel im Blut festgestellt werden und die Tiere waren weiterhin gesund, allerdings sollte man dennoch bedenken, dass es sich bei dieser Studie nur um eine 6-monatige Versuchsphase handelte. Eine Fachärztin der Universität München empfiehlt, dass falls du dich dafür entscheiden solltest, deinen Hund oder deine Katze vegetarisch oder vegan zu ernähren, dies unter fachtierärztlicher Aufsicht tun solltest. 

Hundefutter Katzenfutter

Bio-Katzenfutter und Bio-Hundefutter

Um eine höhere Qualität von Fertigfutter gewährleisten zu können, wäre es eine Möglichkeit, auf Biofutter zurückzugreifen. Dieses unterliegt bei der Herstellung strengeren Richtlinien als es für herkömmliches Tierfutter der Fall ist. Unternehmen, welche Bio-Tierfutter herstellen, werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert, um sicherzustellen, dass die vorgegebenen Richtlinien und Standards eingehalten werden. Zu diesen Standards gehört beispielsweise, dass die Schlachttiere mit ökologischem Futter gefüttert werden und ausreichend Bewegungsfreiheit erhalten. Biofutter ist somit eine Lösung für jene, welche ausschließen möchten, dass das Tierfutter aus Massentierhaltung stammt.

Prinzipiell lässt sich sagen, dass die Richtlinien für Biofutter für Hund und Katze denen für unsere Bio-Lebensmittel gleichgestellt sind. Somit ist die Qualität von Biofutter sehr gut. Hinsichtlich der Kosten ist Biofutter oftmals teurer als herkömmliches Futter. Man sollte jedoch bedenken, dass sich mit einer qualitativ höherwertigen Ernährung langfristig Besuche beim Tierarzt vermeiden lassen, da sich das Haustier besserer Gesundheit erfreut. Biofutter enthält nämlich nicht nur besseres Fleisch, sondern ist oftmals auch schonender zum Magen-Darm-Trakt. Hersteller von Biofutter verzichten in der Regel bewusst auf bedenkliche Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Geschmacksverstärker, Zucker, künstliche Aromen oder andere Zusatzstoffe. 

Schade ist, dass Biofutter oftmals nicht nachhaltig verpackt ist. D.h. selbst Biofutter wird in der Regel in Schalen aus Aluminium oder Konservendosen verkauft. Solltest du dein Haustier besonders nachhaltig ernähren wollen, achte darauf, auf den Kauf von in Aluminium verpacktes Tierfutter zu verzichten. 

Solltest du dich dazu entscheiden, deinem Vierbeiner Bio-Fertigfutter kaufen zu wollen, kannst du bei einer von PETA veröffentlichten Liste sicherstellen, dass dieses ohne Tierversuche hergestellt wurde. 

Hundefutter Katzenfutter

Barfen: Rohes Fleisch für Hund und Katze

Ein weiterer Trend für Hunde- bzw. Katzenbesitzer ist das sogenannte “Barfen”. Der Begriff ist eine Abkürzung für “biologisch artgerechte Rohfütterung”. Somit handelt es sich hierbei um das Füttern mit rohem Fleisch. Der Gedanke hierbei ist, dass das Füttern mit rohem Fleisch besonders artgerecht sein soll, da es die ursprünglich Diät vieler Hunde bzw. Katzen in Freiheit widerspiegelt. Ebenso wird ein Vergleich mit Wölfen, von welchen unsere Hunde abstammen, und Raubkatzen gemacht, welche sich in freier Wildbahn ebenfalls von rohem Fleisch ernähren.

Viele Hunde- und Katzenbesitzer, welche auf das Barfen schwören, schwärmen von einer besseren Maulhygiene ihres Vierbeiners, glänzendem Fell und weniger Gesundheitsbeschwerden. Jedoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass Barfen auch mit gewissen Risiken einhergeht. Eines der größten Risiken sind potentielle Infektionen, da sich auf rohem Fleisch Krankheitserreger befinden können. Ebenso besteht das Risiko, dass unabsichtlich kleine Knochenstücke den Verdauungstrakt schädigen können. Falls du dich für das Barfen interessierst und es für deinen Hund oder Katze in Erwägung ziehst, möchten wir dir dringend dazu raten, dich vorab von deinem Tierarzt beraten zu lassen. 

Hundefutter Katzenfutter

Selbstgekochtes Hundefutter und Katzenfutter

Wenn du ganz genau wissen möchtest, was dein Haustier zu sich nimmt, ist die einfachste Lösung, das Hundefutter oder Katzenfutter selbst zu kochen. Der Nachteil hierbei ist, dass dies recht zeit- und kostenintensiv ist. Jedoch weisst du so genau, welche Zutaten sich im Futter befinden. Ebenso kannst du auf Vorlieben und Allergien oder Unverträglichkeiten deines geliebten Vierbeiners eingehen. Informiere dich vorab genau, welche Zutaten für eine ausgewogene Ernährung deines Haustieres nötig sind. Oftmals kann hier der Tierarzt nützliche Tipps geben. Es lassen sich jedoch auch viele Rezeptideen online finden.

Fazit

Jede Art der Ernährung kommt mit Vor- und Nachteilen, sei es für den Menschen oder unsere Haustiere. Bei der Wahl der Ernährung sollte vor allem das Wohl deines Haustieres im Vordergrund stehen. Ebenso muss man Unverträglichkeiten, Allergien oder Vorerkrankungen bedenken. Falls du dir unsicher bist, kannst du dich von deinem Tierarzt beraten lassen.

Um eine einseitige Ernährung deines Vierbeiners zu vermeiden, empfiehlt sich eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Sorge für Abwechslung im Fressnapf ohne die Qualität aus dem Auge zu verlieren. Der Umwelt zuliebe sollte man auf in Aluminium verpacktes Tierfutter verzichten.