Fit und umweltbewusst – diese Sportbekleidung ermöglicht es

Es ist der Beginn eines neuen Jahres. Nicht wenige von uns haben an Silvester wieder ihre Ziele für das neue Jahr festgelegt – beispielsweise aktiver zu sein, pünktlicher zu sein oder mehr Wert auf Umwelt und Nachhaltigkeit zu legen. Wer in 2019 aktiv sein und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes tun will, für den haben wir die neuesten umweltfreundlichen Trends einiger bekannten Sportmarken zusammengestellt, welche beispielsweise auf syntethische Materialien verzichten, ethische Arbeitsbedingungen unterstützen oder besonderen Wert auf die Einhaltung von Tierschutzrechten bei der Materialgewinnung legen.

Anforderungen an unsere Sportbekleidung

Stylisch sollte sie sein, bequem und ja bitte atmungsaktiv – denn keiner macht gerne Sport in Bekleidung, die nicht nur Schweißflecken zeigt, sondern auch noch danach riecht. Da Bekleidung aus reiner Baumwolle diesen Anforderungen nicht nachkommen kann, setzt die Sportindustrie auf leistungsfähige Synthetikmaterialien, die den Wünschen der Sportler weltweit gerecht werden. Auf welche Weise synthetische Materialien jedoch einen Einfluss auf unsere Umwelt haben und wie dementsprechend Sportbekleidung und Nachhaltigkeit in Verbindung stehen, ist vielen beim Kauf der Kleidung oft nicht bewusst. Der Einfluss auf die Umwelt beginnt bereits bei der Rohstoffgewinnung für die Kleidungsmaterialien und führt bis hin zum fertigen Produkt und dessen Einfluss auf unsere Gesundheit.

Naturfasern vs. synthetischen Fasern – was zeichnet nachhaltige Sportbekleidung aus?

Der Großteil heutiger verkaufter Sportkleidung ist aus synthetischen Fasern hergestellt. Synthetische Fasern werden in den meisten Fällen aus Erdöl, wie der Fall für das allseits beliebte Polyester, oder durch die Verarbeitung von toxischen Chemikalien gewonnen. Dank ihrer Strapazierfähigkeit und ihres Feuchtigkeitstransport bieten diese jedoch eine ideale Grundlage für die Herstellung von Sportbekleidung. Aufgrund des Herstellungsprozesses haben synthetische Materialien dementsprechend dann auch schwerwiegende Nachteile.

So stellen synthetische Materialien häufig Risiken für unsere Gesundheit und Umwelt dar. Die Herstellung der Fasern wird nämlich, wie bereits erwähnt, durch die Verarbeitung von Erdöl als auch einer Vielzahl an chemischen Prozessen ermöglicht. Dadurch sind die Fasern nicht biologisch abbaubar und es dauert einige Jahre bis sich beispielsweise ein Sportshirt vollständig zersetzt hat. Darüber hinaus wird Sportbekleidung meist unter unethischen Arbeitsverhältnissen hergestellt, was sich zwar in einem niedrigen Preis widerspiegelt, aber in Bezug auf Nachhaltigkeit und unserem Verantwortungsgefühl hinsichtlich fairer Arbeitsbedingungen eher fragwürdig ist. Kunstfasern, wie zum Beispiel Polyester, Rayon oder Nylon, bringen außerdem eine Menge chemische Schadstoffe mit sich, denen die Haut beim Tragen unumgänglich ausgesetzt ist.

Was zeichnet also demgegenüber nachhaltige Sportbekleidung aus? Nachhaltige Sportbekleidung wird im Gegensatz zu den aus Erdöl hergestellten Fasern aus ökologisch abbaubaren Materialien hergestellt. So setzt beispielsweise die bayerische Sportmarke “Mandala” auf Materialien wie Tencel, welches saugfähig ist und aus Holz der nachhaltigen Forstwirtschaft gewonnen wird. Auch das Material Modal, eine aus dem österreichischem Buchenholz gewonnene Naturfaser, erfreut sich hier eines Mehrwertes. Immer mehr Outdoor-Marken setzen auch auf Naturfasern aus Hanf- oder Bio-Baumwolle oder aber “recyceltem Polyester”. Auch große Sportmarken wie beispielsweise Adidas verwenden immer häufiger aufbereiteten Plastikmüll aus den Ozeanen für die Herstellung von Sportbekleidung. Zwar enthalten diese dann noch immer synthetische Fasern, jedoch findet der Plastikmüll der Strände und Weltmeere so eine weitere Nutzungsmöglichkeit. Darüber hinaus legen immer mehr Sportmarken Wert auf faire Arbeitsbedingungen und humane Standards bei der Herstellung ihrer Sportbekleidung. Unabhängige Organisationen wie z.B. die WWF überprüfen die notwendigen Auflagen, bevor eine Sportmarke mit dem anerkannten “Fair Wear Foundation” Label ausgezeichnet wird. Ein Vorreiter, welcher im Jahr 2015 sogar als nachhaltigste Marke Deutschlands und zudem mit dem “Blue-Sign” Zertifikat ausgezeichnet wurde, ist beispielsweise die Outdoormarke VAUDE. Das “Blue-Sign”-Zertifikat wird für Produktionen und Endprodukte vergeben, welche frei von jeglichen Schadstoffen für Mensch und Natur sind.

Quelle: vaude.com

Nachhaltigkeit Made in Europe

Nachhaltige Sportbekleidung gewinnt auch in Deutschland immer mehr Ansehen, weshalb auch neue nachhaltige Sportmarken immer mehr in den Vordergrund rücken. So bietet der kleine Hersteller Kossmann, dessen Materialien nicht nur in Europa hergestellt, sondern ebenso ausschließlich im europäischen Raum weiterverarbeitet werden, beispielsweise Laufbekleidung für Sie und Ihn an. Die Sportmarke ist daher schadstoffarm in der Herstellung, besteht aber dennoch zu 100 Prozent aus synthetischen Kunststofffasern. Ähnlich verhält es sich mit der Sportbekleidung von Löffler & Trigema aus Österreich: Schadstoffarm in der Herstellung, jedoch aus Kunststofffasern hergestellt. Engel Sports hingegen verwendet für die Produktion vieler Kollektionsteile einen natürlichen Mix aus Merinowolle und Seide. Die Merinowolle kommt aus kontrollierter biologischer Tierhaltung in Patagonien, welches sich in Südamerika befindet. Für die Gewinnung der Merinowolle hält sich das Unternehmen an tierschutzgerechte Richtlinien in Hinsicht auf das Schären, welches unabhängig kontrolliert wird. Im Anschluss wird die Merinowolle dann in Deutschland weiter behandelt und verarbeitet, welches chlorfrei und ohne die sonst üblichen schädlichen Chemikalien erfolgt. Die Energie hierzu kommt aus nachhaltigen Energiequellen, sehr löblich! Auch Hessnatur verfügt über eine kleine Natursportbekleidungskollektion. Dieses Unternehmen zeigt auf seiner Internetseite sehr transparent an, wo die jeweiligen Materialien herkommen und wo diese verarbeitet werden. 

Fazit

Die synthetischen Kunststofffasern, die normalerweise zur Produktion von Sportbekleidung eingesetzt werden, haben zwar ihre Vorteile, sorgen jedoch auch langfristig für gesundheitliche sowie umweltschädliche Folgen. Immer mehr kleine, aber auch weltweit bekannte Sportmarken setzen sich deshalb für die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien ein oder versuchen die Transportwege zu verkürzen sowie den Kreislauf von Plastik zu verlängern, beispielsweise durch die Verwendung von recycelten Kunststofffasern.