Die Gewinner des Next Economy Awards 2019

Seit 2014 wird jährlich der Next Economy Award (NEA), eine Auszeichnung hinsichtlich Nachhaltigkeit und Green Economy, verliehen. Die Auszeichnung wurde ins Leben gerufen, um kleine Startup-Unternehmen, welche in Nachhaltigkeit und innovative Geschäftsmodelle investieren, zu unterstützen. Dieses Jahr wurde der 5. NEA am 22. November verliehen. Die Gewinner wurden von einer Expertenjury sowie eines Kongresspublikums gewählt. Lese nachfolgend alles rund die diesjährigen Gewinner des Next Economy Awards. 

Gewinner in der Kategorie “Change”

1. Platz: “Right. Based on science UG

Das Frankfurter Unternehmen hilft anderen Unternehmen dabei, deren CO2-Fußabdruck, bzw. das Ausmaß, in welchem das Unternehmen den Klimawandel beeinflusst, zu berechnen. Diese Berechnung erfolgt mit Hilfe eines speziell von Right. entwickelten wissenschaftsbasierten Modells, “XDC Modell” genannt. Das XDC Modell kann so beispielsweise anhand von angegebenen Werten hinsichtlich der Bruttowertschöpfung sowie der produzierten Treibhausgase berechnen, inwiefern das Unternehmen den Klimawandel zukünftig beeinflussen wird. Dies wiederum gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, entsprechende Verbesserung in Bezug auf dessen Nachhaltigkeit zu treffen.

2. Platz: “betterECO GmbH

Die betterECO GmbH möchte dazu beitragen, dass weltweit Bio-Agrarrohstoffe besser vermittelt werden können. Somit soll gleichermaßen sichergestellt werden, dass Industrienationen ausreichend Bio-Agrarrohstoffe zur Verfügung gestellt bekommen, während diese von Entwicklungsländern aus ökologischem, fairem und nachhaltigem Handel bezogen werden. Damit entsteht eine Win-Win-Situation für beide Seiten. 

3. Platz: “cirplus GmbH

Das Hamburger Unternehmen handelt weltweit mit recycelten Plastikabfällen und Kunststoffen. So haben sie es sich zum Ziel gesetzt, dass alle im Umlauf befindlichen Kunststoffe zu 100 % wiederverwertet werden und sich in einem geschlossenen Kreislauf befinden, damit kein Kunststoff mehr als Abfall in die Umwelt gelangt. Denn sobald Kunststoff via einer Handelsplattform ein gewisser Wert zugesprochen wird, sollte ein Anreiz entstehen, Kunststoff weiterzuhandeln, anstelle dieses zu verbrennen oder zu entsorgen, welches leider oftmals unsachgemäß erfolgt.  

Gewinner in der Kategorie “People”

1. Platz: “ReHub GmbH” 

Die ReHub GmbH hat eine Virtual-Reality-App “Rehago” erstellt, welche Menschen, die aufgrund eines Schlaganfalls oder Schädel-Hirn-Traumas halbseitig gelähmt sind, während des Rehabilitationsprozesses unterstützen soll. Die App soll es Patienten ermöglichen, schneller wieder selbstständig zu sein und den Alltag alleine bewältigen zu können. Die App würde allen Beteiligten helfen: Der Patient erhält zusätzliche Unterstützung während des Reha-Prozesses, Therapeuten werden entlastet und die Kosten, welche für Pflege und Nachsorge anfallen, werden gesenkt. Ebenso soll durch die App sichergestellt werden, dass Patienten motivierter sind, Übungen, welche wichtig für den Genesungsprozess sind, konstant durchzuführen. Denn oftmals werden Therapieprotokolle von Patienten nicht entsprechend eingehalten, da diese auf Dauer zu monoton sind. Dem möchte die ReHub GmbH mit ihrer VR-App entgegenwirken.

2. Platz: “Noor Medical UG

Das Unternehmen setzt sich dafür ein, dass Menschen weltweit Zugang zu sicheren Operationen haben. Oftmals werden Operationen in ärmeren Ländern unter suboptimalen Bedingungen durchgeführt, was wiederum zu postoperativen Infektionen führen kann. Doch Noor Medical UG hat einen Dampfsterilisator entwickelt, den “Hybriclave”, welcher mit Solarenergie genutzt werden kann. Somit kann sichergestellt werden, dass Operationen selbst in abgelegenen Orten, welche über keinen Strom verfügen, unter sterilen Bedingungen geschehen können und somit die postoperativen Risiken eingedämmt werden. 

3. Platz: “Volunteer Vision GmbH

Die Volunteer Vision GmbH hat ein online Mentoring-Programm erstellt, welches freiwillige Mentoren mit jungen Menschen verbindet, damit diese ihr Wissen und Know-How weitergeben können. Durch das Online-Angebot sollen geografische und soziale Hürden überwunden werden, welche für einige Menschen zu einer Benachteiligung auf dem Jobmarkt führen. Das Unternehmen macht sich dafür stark, dass Menschen mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen auf eine Augenhöhe gebracht werden, um somit Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Das Programm wird derzeit auf Deutsch, Englisch und Spanisch angeboten. 

Gewinner in der Kategorie “Resources”

1. Platz: “ECOFARIO GmbH

Das Münchener Unternehmen möchte dabei helfen, dass Mikroplastikteilchen und andere Schadstoffe, wie beispielsweise Hormone oder Medikamentenrückstände, effektiver aus Kläranlagen herausgefiltert werden können. Das Unternehmen wendet hierzu eine patentierte Hydrozyklontechnologie, ECOFARIO genannt, an, welche dafür sorgt, dass Partikel, sogar wenn diese fast die gleiche Dichte wie Wasser haben, herausgefiltert und zusammengeführt werden. ECOFARIO soll hierbei eine Filtergenauigkeit von 97 % haben. 

2. Platz: “PYDRO GmbH

Wasserverluste minimieren und Energie einsparen, so lautet das Motto des Rostocker Unternehmens PYDRO. Mit innovativer Technologie wird dies ermöglicht, indem die Druckregulierung und Rohrbruchprävention optimiert wird. Die Energie, welche für die  Mess- und Regelungssysteme benötigt wird, wird von dem durch das Rohrleitungssystem fließende Wasser selbst erzeugt. Mit dem von PYDRO erstellten Komplettsystems, welches energieautarke Ventile und Sensoren sowie eine dazugehörige Software enthält, können bis zu 2,7 Kubikmeter Wasser pro Tag eingespart werden.

3. Platz: “wasserneutral GmbH

Die wasserneutral GmbH produziert Hygieneartikel unter dem Kriterium, dass diese vegan, fair und wasserneutral sind. Das heißt, dass das Unternehmen sich nicht nur für faire Arbeitsbedingungen einsetzt, sondern auch dafür, dass deren Hygieneartikel unter umwelt- und besonders wasserschonenden Bedingungen hergestellt werden. So werden beispielsweise keine Rohstoffe verwendet, welche Pestiziden ausgesetzt waren oder mit künstlicher Bewässerung versorgt wurden.

Fazit

Wir möchten hiermit den Gewinnern des diesjährigen NEAs herzlich gratulieren und ihnen dafür danken, dass sie sich mit ihren innovativen Ideen für eine bessere Umwelt und eine soziale Welt einsetzen.