Welches Buch sollte man diesen Sommer lesen?

Urlaub: Für Studenten eine Zeit, in welcher man die Schulbücher zur Seite legen kann und als Arbeitnehmer eine Zeit, in welcher man sich nicht um berufliche Probleme sorgen muss. Egal ob man seinen Urlaub auf Balkonien, am Strand oder in den Bergen verbringt, ein bißchen Zeit zum Füße hochlegen haben die meisten von uns. Dies kann bei der Bahnfahrt sein, beim Sonnen am Strand oder ganz gemütlich eine Stunde vorm Schlafen gehen. Viele nutzen diese entspannte Zeit zum Lesen. Doch welches Buch soll man diesen Sommer mit in den Koffer packen? Wir haben die Bestsellerlisten und unsere Bücherregale für dich durchstöbert und unsere 9 persönliche Favoriten für dich zusammengefasst.


Stephen Hawking: Kurze Antworten auf große Fragen

Stephen Hawking war ein Genie, daran lässt sich nicht zweifeln. Nach seinem Tod im Frühling letztes Jahres, wurde im vergangenen Herbst dann sein letztes Buch veröffentlicht. Hawking hatte vor seinem Tod Antworten, welche er bereits früher gegeben hatte, überarbeitet und auf seinen vorherrschenden Wissensstand aktualisiert. Das Buch fasst somit einige der großen Fragen zusammen, welche Hawking bis an sein Lebensende beschäftigt haben. Dabei handelt es sich in diesem Buch nicht nur um kosmologische Fragen, sondern auch um allgemeine Fragen, welche unsere menschliche Existenz betreffen. Es geht um künstliche Intelligenz, Gott, intelligentes Leben in unserem Universum, Schwarze Löcher, Klimawandel und vieles mehr. Hawking hatte ein Talent dazu, schwer verständliche Themen für Laien und Halblaien zugänglich zu machen. So braucht man keinen Doktor in Physik, um seinen Erklärungen hinsichtlich kosmologischer Konzepte folgen zu können. Das Einzige was es benötigt, ist eine entsprechende Neugier und Wissbegierigkeit. 

Jorge Bucay: Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Das Buch von Bucay ist eine Andernanderreihung von vielen kleinen Geschichten. Jede Geschichte vermittelt ihre eigene kleine Lebensweisheit, über welche man als Leser auch dann noch nachdenkt, wenn man das Buch bereits zur Seite gelegt hat und einen, im besten Fall, für sein restliches Leben begleitet. Das Buch lässt sich dank wunderschönen Schreibstil sehr einfach lesen und ist mit seinen kleinen Kurzgeschichten ein prima Urlaubsbuch. Denn aufgrund der kleinen, voneinander unabhängigen Geschichten, muss man sich nicht erst wieder einlesen und erinnern, wo man genau aufgehört hat, sollte man im Urlaub mal für ein paar Tage nicht zum lesen kommen.

Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Das Buch von Yuval Noah Harari ist nicht ohne Grund ein Bestseller auf Amazon. Es enthält eine Geschichte unserer Menschheit von Anfang bis Gegenwart und mit einem Blick in unsere Zukunft. Harari fasst zusammen, wie wir uns von unseren primitiven Vorfahren zu jene Lebewesen entwickelt haben, welche über das Reisen im Weltall nachdenkt. Es handelt sich hierbei um ein geschickt verpacktes Sachbuch, welches vom Schreibstil her wenig mit anderen Sachbüchern zu tun hat. Dieser ist sehr leicht verständlich und es wird nicht mit unnötigen Namen und Zahlen um sich geworfen. 

Ernesto Che Guevara: Tagebuch einer Motorradreise. 1951/52

Ernesto Che Guevaras, gebürtiger Argentinier, ist bekannt als ein marxistischer Revolutionär, Guerillaführer, Arzt und Autor. Seine Politik und Sichtweisen sind heutzutage immer noch weit verbreitet, jedoch auch sehr umstritten. Dieses Buch erzählt die Geschichte Guevaras, als dieser noch jung war. In 1952 legte er eine Pause in seinem Medizinstudium ein und bereiste mit seinem Freund Alberto Granado Lateinamerika. Das tolle ist, dass dieser Abenteuerroman auf wahren Begebenheiten beruht. Beim Lesen hat man das Gefühl, ein Teil dieser Reise zu sein. Darüber hinaus ist es sehr interessant, Einblicke in die damaligen Bevölkerungsgruppen in Lateinamerika, denen er während seiner Reise begegnete, zu erlangen. Dieses Buch wurde übrigens auch verfilmt und heißt: “Die Reise des jungen Che” (auf engl. “The Motorcycle Diaries”). 

Elizabeth Gilbert: Eat, Pray, Love

Eat, Pray, Love steht für Essen, Beten, Lieben. Dieses Buch wird seit Jahren sehr gehyped, aber das hat auch einen guten Grund: In diesem Buch erzählt Elizabeth Gilbert, wie sie sich von ihrem Mann trennte und sich anschließend auf eine Reise nach Italien, Indien und Indonesien begab. Es lässt sich einfach lesen und man verfolgt mit großer Neugier ihren Erfahrungen, die sie in den jeweiligen Ländern macht. Es geht um die Selbstfindung sowie das Streben des inneren Glücks. Viele sehen es jedoch auch als Reiseinspiration. Aufgrund des anhaltenden Hypes um Eat, Pray, Love, kann man die Geschichte mittlerweile als Klassiker bezeichnen. Somit eignet sich der Roman bestens als Lektüre für diesen Sommer. 

Michelle Obama: Becoming 

In der Autobiografie “Becoming” erzählt Michelle Obama ihre Geschichte, welche einem sehr persönliche Einblicke in das Leben der ehemaligen First Lady gibt. Dabei erzählt sie von ihrer Kindheit, Jugend, Karriere und Zeit im Weißen Haus sowie über ihre Erfahrungen, Mutter zu werden und zu sein. Das Buch gehört zu den Bestsellern dieses Jahres. Es ist nicht nur unterhaltsam zu lesen, sondern dient auch als Inspiration für viele Frauen: Michelle Obama möchte Frauen dazu ermutigen, dass sie ihre Träume verfolgen und wahrwerden lassen. 

Mark Manson: The subtle art of not giving a f*ck 

Im Gegensatz zu anderen Selbsthilfe-Büchern, welche häufig das positive Denken als Schlüssel zum Glücklichsein beschreiben, betont Autor Mark Manson die Kontraproduktivität dieser Denkrichtung. Vielmehr sind es seiner Meinung nach die persönlichen Erfahrungen und (vor allem lösbaren) Probleme, die einen stärken und wachsen lassen. Man muss sich nur auf die richtigen und wichtigen Probleme im Leben fokussieren, denn ein Leben ohne diese existiert schlichtweg nicht. Befreit man sich von dem ständigen Druck der Medien und der Gesellschaft, immer positiv und glücklich sein zu müssen, kann man tatsächlich sein ganz persönliches Glück finden. 

Dale Carnegie: How to win friends and influence people

In diesem Selbsthilfebuch des Autors Dale Carnegie geht es im Kern darum, wie man im beruflichen als auch privaten Leben Menschen für sich gewinnen kann. Von simplen Konzepten wie beispielsweise die Kunst, einen ersten guten Eindruck bei anderen zu hinterlassen, bis hin zur Fähigkeit, Menschen von seinen eigenen Einstellungen und Wünschen zu überzeugen. Carnegie hat mit über 16 Millionen verkauften Exemplaren somit bereits vielen dazu verholfen, zwischenmenschliche Beziehungen in sozialen sowie geschäftlichen Bereichen zu verbessern und zu optimieren. 

Stephen R. Covey: 7 Habits of highly effective people

In einer wegweisenden Art zeigt Autor Stephen R. Covey dem Leser einen ganzheitlichen, Prinzip-orientierten Ansatz auf, wie der moderne Mensch Probleme sowohl in seiner persönlichen als auch beruflichen Rolle lösen kann. Diese wird anhand eindringlicher Einsichten und Anekdoten veranschaulicht. Ehrlichkeit, Integrität und Menschenwürde sind hier die Schlüsselwörter, welche dazu verhelfen sollen, sich an verändernde Gegebenheiten anzupassen und die daraus entstehenden Chancen zu nutzen. Mit mehr als 25 Millionen verkauften Exemplare gilt dieses Buch als eines der einflussreichsten Selbsthilfebücher, die jemals geschrieben wurden!