Unsere Top Reiseziele 2019 – Wohin soll es in den Urlaub gehen?

Wir möchten dir hier unsere Urlaubsziele für das Jahr 2019 vorstellen. Natürlich haben wir alle unsere ganz besonderen Vorlieben, wenn es ums Reisen geht, und so stellen wir dir hier auch ganz unterschiedliche Urlaubsideen vor. Lasse dich inspirieren.

Sina: Natur plus Kultur in Kirgisistan

Diesen Sommer möchte ich am liebsten in das zentralasiatische Kirgisistan reisen. Fernab von all den Touristenströmen, kann man hier noch die Stille und Schönheit der wilden Natur erleben. Das Land ist von riesigen Gebirgen und einer bewundernswerten, weitläufigen Natur geprägt. Daher eignet es sich ideal für Wanderreisen und mehrtägige Reittouren. Mein Traum ist es, auf dem Pferderücken die verschiedenen Landschaften Kirgisistans bestaunen zu dürfen und so dem Alltagsstress zu Hause zu entfliehen. Eine Reise ohne Luxus und WLAN, dafür aber mit viel Abenteuer. Abends freue ich mich auf schöne Zusammenkünfte am Lagerfeuer und auf Übernachtungen bei Nomadenfamilien, die mir einen Teil ihrer Kultur vorstellen. Apropos Nomadenfamilien: Kirgisistan zeichnet sich durch seine einzigartige Nomadenkultur mit orientalischen Einflüssen aus. Das Land wird darüber hinaus von seiner zentralen Lage an der Seidenstraße geprägt. Diese gehört mit zwei weiteren Orten in Kirgisistan zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine Reise entlang der Route ermöglicht es einem in der Zeit zurück zu reisen und einen wichtigen Teil der asiatischen Geschichte hautnah zu erleben! Auch politisch wird Kirgisistan aufgrund seiner Lage an der neuen Seidenstraße immer bedeutender. Kirgisistan hat folglich super viel zu bieten: Wunderschöne unberührte Natur plus einzigartige, herzliche Nomadenkultur. Und das in einer Region, die noch wenig vom Massentourismus beeinflusst wird! Glücklicherweise habe ich im Auslandssemester in Moskau ein paar kirgisische Freunde gefunden, die ich auf meiner Reise besuchen möchte, um so einen noch besseren Einblick in die Kultur des Landes bekommen zu können. Ich freue mich dabei auch sehr darauf, meine Russischkenntnisse in Kirgisistan auffrischen zu können. Falls du keine kirgisischen Freunde hast, dann möchte ich dir sehr ans Herz legen einmal zu couchsurfen, um weit ab von den Standard-Touristenpfaden mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen.

Romana: Backpacking durch Südost-Asien – Der Klassiker

Backpacking ist in den letzten Jahren ein regelrechter Trend geworden. Nach dem Abi nehmen sich viele eine Auszeit und reisen nach Asien, um verschiedene Länder und Kulturen kennenzulernen. Warum Asien? Weil es einem unter anderem eine wunderschöne Natur bietet und die Lebensunterhaltungskosten vor Ort besonders günstig sind! Zudem gilt es als recht “sicheres” Reiseland, insbesondere für alleinreisende Frauen. Da ich nach dem Abi kein Gebrauch vom sogenannten Gap-year gemacht habe und möglichst schnell mein Studium auf dem zweiten Bildungsweg abschließen wollte, hole ich dies nun eben nach dem Studium nach. Ich habe mich dazu entscheiden, Länder zu bereisen, die ich noch nicht gesehen habe. Da ich in Europa und Afrika bereits gut rumgekommen bin, möchte ich somit nun in die Kultur Asiens eintauchen! Eine ideale Asienreise startet in Thailand, weiter nach Kambodscha, Vietnam und schließlich in Richtung China, am Liebsten mit dem Motorrad! Ich möchte nicht nur weiße Sandstrände sehen, sondern mehr vom Landesinneren und den Einheimischen. Dabei versuche ich möglichst die Touristengebiete zu vermeiden, um einen authenthischen Eindruck vom Land zu erhalten. Natürlich werde ich mir aber auch die berühmten Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Siam Riep in Kambodscha anschauen, wenn ich schon mal da bin. Ich freue mich darauf, andere Reisende kennenzulernen und auch gemeinsam durch die Region zu reisen. Viele Backpacker berichten darüber, dass sie durch ihre Soloreise nochmal ein Stückchen “gewachsen” sind und vieles neu dazu gelernt haben. Da es meine erste Reise ganz alleine sein wird, bin ich gespannt, ob ich diese Erfahrung teilen kann. Aber ich bin sicher, dass man neben all den neuen Erfahrungen und Herausforderungen, die mit einer Backpacking-Reise zwangsläufig einhergehen, letztendlich mit einem anderen Blick auf das eigene Leben zurückkehren wird. Asia – here I come! 

Stefanie: Erholung pur in den Schweizer Alpen  

Die Schweiz – Deutschlands kleines, unparteiisches Nachbarland. Viele Sommer und Winter meines Lebens habe ich dort verbracht und es zieht mich immer wieder zurück. Dies ist hauptsächlich den Bergen und der Schweizer Kultur zu verdanken. Nichts ist entspannender als im Sommer durch die Höhen der Schweizer Alpen zu wandern, dabei den warmen Sonnenschein und die klare Bergluft zu genießen sowie Murmeltiere und Gämsen, welche sich gelegentlich neben den Wanderwegen finden lassen, zu beobachten. Besonders entspannend sind Bergorte, welche für Autos unzugänglich sind. Hier wäre meine persönliche Empfehlung die Bettmeralp, welche nur mit Gondel zu erreichen ist. Wer in der Nähe der Bettmeralp wandern geht, wird mit traumhaften Aussichten auf den Aletsch Gletscher belohnt. Ebenso schön, jedoch etwas touristisch beliebter, ist Saas Fee. Dieses Örtchen ist ebenfalls autofrei und man hat eine traumhafte Aussicht auf die Bergkette, welche sich um Saas Fee schmiegt. Besonders schön ist hier das Allalinhorn. Während die Besteigung des Allalins sehr anspruchsvoll und nur für erfahrene Bergsteiger zu empfehlen ist, kann man sich mit einer Bergbahn gemütlich auf den Mittelallalin fahren lassen und hier auf dem 3500 Meter gelegenen welthöchsten drehenden Restaurants eine Mahlzeit mit atemberaubender Aussicht genießen, während sich die Kinder auf dem wohl weltweit höchstgelegenen Spielplatz austoben können. Im Anschluss können Groß und Klein dann gemeinsam ein im Saaser Gletscher gelegenen Eispavillion bestaunen. Im Winter kann man in Saas Fee, falls die Wetterverhältnisse es zulassen, eine abenteuerliche Rodelabfahrt im Dunkeln machen (manchmal sogar mit einer Feuerfackel), welche vom Hannig aus startet und ungefähr 6 Kilometer Abfahrt erlaubt. Ein weiterer autofreier Ort, welcher jedoch im Sommer sowie Winter bei vielen Touristen sehr beliebt ist, ist Zermatt. Hier befindet sich das Wahrzeichen der Schweiz: Das Matterhorn, welches den meisten bekannt sein sollte von Heidi oder Toblerone. Zermatt ist ein sehr schöner, erholsamer Ort, welcher durch den Blick auf das ikonische Matterhorn hervorsticht. Dieser Berg ist von allen Seiten eindrücklich, sei es aufgrund seiner markanten Formation oder seinem Ruf, einer der schwierigsten Berge hinsichtlich seiner Besteigung zu sein und infogledessen vieler gescheiterter Besteigungsgeschichten. Zermatt zeichnet sich mit vielen schönen Wanderwegen aus, welche die meiste Zeit einen Blick auf das Matterhorn erlauben. Besonders empfehlenswert, wenn auch etwas kostspielig, ist die Fahrt mit der elektrifizierten Zahnradbahn von Zermatt hoch zum Gornergrat, welcher auf rund  3100 Meter liegt. Hier befindet sich sowohl eine Sternwarte, welche besucht werden kann, als auch ein Restaurant, welches einen direkten Blick auf das Matterhorn erlaubt, während man seine Bündner Gerstensuppe geniesst. Kulinarisch kann man es sich in der Schweiz mit deren Käsegerichten, wie Fondue oder Raclette, als auch herzhaften Suppen und Schweizer Schokolade sehr gut gehen lassen.

Julia: Auf den Spuren von Sherlock Holmes

Den lesebegeisterten unter Euch wird sicherlich schon klar sein, wo ich meinen Sommer verbringen werde: In England. Und manch einer kann dies vielleicht sogar noch genauer einordnen und weiß somit schon, dass eines meiner Reiseziele London sein wird – oder eben die Baker Street 221b. England, bekannt als Regenland, bietet im Sommer nicht nur wunderschöne Stadtausflüge, sondern überzeugt auch landschaftlich. Und genau diese Vielfalt, der Kontrast zwischen edlen Gebäuden und rauer Natur, zieht mich immer wieder dorthin – und natürlich die Geschichten des Meisterdetektivs. Denn in London beginnen oft die Geschichten: Ratlose Klienten suchen das Büro in der Baker Street auf und bitten die Meisterspürnase um Hilfe. Hier befindet sich mittlerweile auch das Sherlock Holmes Museum – ein Muss für jeden Buchfan. Die Stimmung des Museums erweckt den Eindruck, als ob Holmes gerade erst den Raum verlassen hat: Seine (für den Laien) unzusammenhängenden Besitztümer liegen verteilt in den Räumen – man wundert sich, was er wohl vorhatte und welchem Geheimnis er gerade auf der Spur war… Des Weiteren sind einige Charaktere als Wachsfiguren nachgestellt. Ein weiterer Höhepunkt ist das 5-Sterne-Hotel “The Langham”. Hier hat sich Arthur Conan Doyle selbst mit Oscar Wilde getroffen, um Ideen auszutauschen. Die Atmosphäre ist eher gediegen: Das Hotel ist sehr elegant und bietet einen interessanten Kontrast zu den wilden Erzählungen. Außerdem sollte man sich das Restaurant Ye Olde Cheshire Cheese merken, denn auch hier hat sich Arthur Conan Doyle oftmals nieder- und seinen Ideen freien Lauf gelassen. Ein weiteres Restaurant – sehr wichtig für Sherlock and Watson – ist das Simpson’s in the Strand. Hier lässt sich traditionelles englisches Essen genießen und dabei kann man sich gut vorstellen, wie die beiden Meisterdetektive zusammen die kompliziertesten Fälle gelöst haben.

Wer dann genug von der hektischen Atmosphäre Londons hat, kann sich in die Berge in Dartmoor begeben: Hier hat Arthur Conan Doyle vor allem nach Inspiration gesucht. Wer schon einmal da war, kann das sicherlich gut nachvollziehen: die Intensität ist beeindruckend, lässt den Menschen so klein und nichtig und die Natur groß und allmächtig wirken. Ein wunderbarer Ort, um Abstand zu gewinnen und das Leben neu zu fokussieren. Wer dem berühmten Autor dabei nahe sein möchte, sollte sich auf lange Wanderungen durch den Wind vorbereiten und das Highland Moorland Visitor Centre besuchen. Zuallerletzt ist da natürlich noch Portsmouth. Hier hat alles begonnen, denn hier wurde Sherlock erschaffen (eigentlich wollte Arthur Conan Doyle seine Arztpraxis eröffnen, doch auch wie in den Romanen kommt im Leben einiges anders als man denkt…) Portsmouth ist knapp zwei Stunden von London entfernt und bietet im eigenen Museum die größte Sherlock Holmes Ausstellung. Des Weiteren lässt sich auf dem Emirated Spinnaker Tower, welcher 170m hoch ist, eine tolle Aussicht genießen.

Für mich geht Natur grundsätzlich immer über die Stadt, sodass ich Dartmoor London vorziehe. Gerade im Sommer lässt es sich dort fantastisch wandern und die geheimnisvolle Energie der Orte, inspiriert mich immer wieder auf’s Neue.