Studieren in den Niederlanden

Gegen Ende der Schullaufbahn heißt es für viele Schüler, dass wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie das Leben nach dem Schulabschluss aussehen kann. So stellt sich die Frage: Studium oder direkt ins Berufsleben? Sollte man sich für ein Studium entscheiden, bleibt die Frage, an welcher Universität man gerne studieren möchte. Eine Möglichkeit wäre, einen Blick in eines unserer Nachbarländer zu werfen. Erfahre nachfolgend mehr über das Studentenleben in den Niederlanden.

Kurz vor dem Schulabschluss stellen sich viele Fragen: Kann man sich ein Gap-Year nehmen, um die Welt zu bereisen? Was ist mein Traumberuf? Wie erreiche ich diesen? Muss ich eine Ausbildung machen oder muss ein Studium absolviert werden? Wer noch nicht genau Bescheid weiß, kann ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren, um sich zu orientieren.
Viele entscheiden sich heutzutage für ein Studium. Doch wie findet man das richtige Studium oder gar den richtigen Studienort, sei es im eigenen Land oder im Ausland? 

Dazu eignet es sich, Ratgeber im Internet zu lesen oder Bildungsmessen zu besuchen. Auch ich bin diesen Tipps gefolgt und habe mich so letztendlich für ein Studium in den Niederlanden entschieden. Doch wieso habe ich diese Entscheidung getroffen und wie sieht das Leben in den Niederlande aus?

In der Vergangenheit haben wir bereits über die besten Unis in den Niederlanden berichtet. Heute möchte ich euch gerne etwas näher bringen wie sich das Studentenleben in den Niederlanden gestaltet. Zwar kann ich nur über meine Erfahrung in der beliebten Studentenstadt Groningen berichten, aber einiges gilt für das gesamte Land.

Warum die Niederlande?

Ich persönlich habe mich aus einem ganz trivialen Grund für die Niederlande entschieden: Mein Studium sollte in der englischen Sprache gelehrt werden. Persönlich denke ich, dass die Weltsprache Englisch in vielen Bereichen einen wichtigen Einfluss hat. Natürlich kommt dies auf das Studium und das angestrebte Job-Umfeld an, aber in meinem Bereich, “International Business”, bin ich der Meinung, dass Englisch eine große Rolle spielt. In Deutschland sind diesbezüglich gute Angebote eher rar gesät, denn oftmals wird an deutschen Unis nur teilweise in englischer Sprache unterrichtet. Für mich persönlich war zudem das Angebot der Fächer nicht zufriedenstellend. Dass man in den Niederlanden zu 100 % auf englisch studieren kann, hat mein Interesse geweckt. Auch die Studienkosten sich nicht exorbitant hoch. Zudem, wie bereits berichtet, hat mich das Studiensystem angesprochen.

Studieren in den Niederlanden

Das Studium mag vielleicht etwas intensiver sein als ein Studium in Deutschland. Dafür ist der Stand der Bildung und das gesamte System in den Niederlanden jedoch auch anders. Man muss beispielsweise nicht wie in Deutschland in den Semesterferien Projektarbeiten erledigen oder Klausuren schreiben. Zwar hat man auch nur wirklich im Sommer eine längere Pause, aber dann gilt auch: Sommer ist Sommer, ohne Unistress. Wer sich gut schlägt, hat auch nach jeder Klausurphase (wovon es 2 pro Semester gibt) ungefähr eine Woche frei.

Die Klausurphase verteilt sich nach jedem Block (circa 7 Wochen lang) auf zwei Wochen, in welcher in der Regel 3 Klausuren geschrieben werden. Während der Klausur darf man den Raum nicht verlassen, sprich auch nicht auf die Toilette gehen. Klausuren, welche nicht bestanden werden, können in der “Resit-Woche” nach den Klausurwochen des nächsten Blocks nachgeschrieben werden.
In den Klausuren sowie den Fächern kann man Noten zwischen 1 und 10 erzielen, wobei 10 die beste Note ist.

Für besonders gute und engagierte Studenten, welche sich neben dem eigentlichen Studium noch über den eigenen Tellerrand hinausschauen möchten, gibt es die Möglichkeit, ab dem 2. Semester dem Honors College beizutreten. Dort hat man die Möglichkeit, seinen eigenen Fachbereich zu vertiefen sowie andere Gebiete näher zu erforschen und Soft Skills weiter auszubauen.

Freizeit

Auch wenn die Uni vielleicht etwas anspruchsvoller sein mag, es bleibt genug Freizeit übrig. Da kann man sich mit Freunden treffen und in einem der unzähligen Cafés oder Bars die Zeit genießen. Dadurch dass man überall mit dem Fahrrad hinfährt, was echt praktisch ist, kann man auch Ausflüge in die Natur machen oder zu anderen Ortschaften radeln.
Auch die internationalen Studentenvereinigungen bieten viele Möglichkeiten, mit Mitstudenten in Kontakt zu kommen oder durch ein “Boardmembership” bereits Erfahrungen in den verschiedensten Studienbereichen zu sammeln. 

Fazit

Das Studium in den Niederlanden bietet eine gute Alternative zu einem Studium in Deutschland. Zwar ist es etwas teurer, aber bei weitem nicht so teuer wie ein Privatstudium in Deutschland oder ein Auslandsstudium wie beispielsweise in England. Man kann sich jeden Tag beim Fahrradfahren sportlich betätigen und den Studienstress bei zahlreichen Aktivitäten  abbauen.
Bei Fragen zum Studium in den Niederlanden, könnt ihr uns gerne eine Nachricht auf Facebook schreiben.