Lust auf einen Wochenendtrip? Reise nach Budapest!

Budapest wird immer häufiger zum Reiseziel vieler Europäer und internationaler Besucher in Europa. Nicht nur gibt es vielzählige Orte und Sehenswürdigkeiten in Budapest zu entdecken und besichtigen, auch ist die Stadt sehr günstig und leicht zu erreichen mit Bahn, Bus oder Flugzeug. Für Europäer bietet sich daher eine Reise nach Budapest besonders gut für ein verlängertes Wochenende an. Hier sind einige Empfehlungen für einen unvergesslichen Aufenthalt in Budapest.  

Allgemeine Informationen zu Budapest

Das britische Marktforschungsunternehmen zählt Budapest zur Top 20 hinsichtlich der meist besuchten Städte Europas. Im Jahr 1873 vereinten sich die unabhängigen Gemeinden Buda, Obuda und Pest, welche nun gemeinsam die Stadt Budapest bilden. Buda und Obuda liegen dabei auf der östlichen Seite der Donau und Pest mit rund zwei-Drittel der Gesamtfläche im westlichen Teil der Donau. 

Die schnellste Option von Deutschland nach Budapest zu kommen, ist mit dem Flieger. Günstige Flüge findet man online zu Genüge: Häufig gibt es schon Allround-Tickets ab 99 Euro, in der Nebensaison sind sie sogar noch preiswerter. Eine umweltfreundlichere Alternative bietet der FlixBus: Mit diesem kann man aus dem Norden Deutschlands für 50 Euro nach Budapest gelangen, allerdings ist in diesem Falle eine Fahrt von 17 bis 19 Stunden einzuplanen.

Ist man einmal in der Stadt angekommen, ist es Dank dem zahlreichen Angebot an Bussen, Straßenbahnen und Taxen einfach, von A nach B zu kommen. Budapest ist aus vielzähligen Gründen einen Besuch wert – nachfolgend zählen wir einige Sehenswürdigkeiten für dich auf, welche die Stadt zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Budapest: Die Badestadt Europas

Den Titel „Badestadt“ erhielt Budapest im Jahr 1930, welche die meisten heilenden Quellen besaß. Bereits vor 2000 Jahren gelangten diese unter den Römern an Berühmtheit. Das Bad ist europaweit das größte seiner Art und wurde zwischen 1909 und 1913 erbaut. Das Thermalwasser des Széchenyi Bades fließt aus über 1200 Metern Tiefe an die Oberfläche und ist 76 Grad heiß. Im Eintrittspreis ist neben dem Baden auch ein zahlreiches Wellness-Angebot vorhanden. So kann man beispielsweise auch die Sauna, Aerobic-Kurse oder Wassersport in Anspruch nehmen.

Weitere berühmte Bäder sind unter anderem Csepeli (Freibad), Csillaghegyi (Freibad), Gellért (Heilbad, Schwimmbad, türkisches Bad), und Pünkösfürdői. Das Thermalwasser dieser Bäder soll eine besonders heilende Wirkung für degenerative Gelenkerkrankungen, chronische und subakute Gelenkentzündung sowie orthopädische- und Unfallbehandlungen haben. Einige Bäder wie das Széchenyi Bad gelangten auch auf anderen Wegen an Berühmtheit: Durch das Schachspielen einiger Stammbesucher im heilenden Wasser entstand eine regelrechte Subkultur.

St.-Stephans-Basilika

Die größte Kirche Budapests, sowie die zweitgrößte des gesamten Landes, ist die St.-Stephans-Basilika. Sie befindet sich im am Szent István tér, dem sogenannten St.-Stephans-Platz, im westlichen Stadtteil Pest. Der Bau der Kirche dauerte stolze vier Jahre und fand zwischen 1951 und 1955 statt. Heute hat man als Besucher die Gelegenheit, die Kuppel zu besteigen und von dort eine wundervolle Aussicht auf Pest zu genießen. Diese kann man nach 364 Treppensteigen zu Fuß erreichen, oder aber man nutzt bequem den Aufzug. Die Kirche ist im Sommer täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr und im Winter von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Nach einem Besuch in der Basilika bietet es sich an, die Eisdiele “Gelarto Rosa” zu besuchen, welche direkt am Szent-István tér liegt und einzigartiges Eis in Blumenform serviert.

Gellértberg: Ausblick auf Stadt und Donau

Der Gellértberg befindet sich am Westufer der Donau im I. und XI. Bezirk Budapests und hat eine Höhe von etwa 235 Metern. Benannt wurde dieser nach dem Bischof Gellért Sagredo, welcher seine Bekanntheit durch das Verbreiten des christlichen Glaubens erlangte.

Man kann nicht nur einen atemberaubenden Panoramablick genießen, sondern auch spezielle Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel eine Festung. Von österreichischen Habsburgern in den Jahren 1850 und 1854 entrichtet, sollte diese für eine bessere Kontrolle über die Stadt nach dem Niederschlag des ungarischen Unabhängigkeitskrieg sorgen. Die Festung auf der Spitze des Berges besaß ursprünglich eine Länge von 200 Metern, sowie sechs Meter hohe Wände, die teils eine Dicke von drei Metern aufwiesen. Die Zitadelle ist heute noch zum Großteil erhalten, worin nun Ausstellungen, ein Restaurant sowie ein kleines Hotel stehen.

Darüber hinaus wurde im Jahr 1947 ein Denkmal auf dem Berg errichtet. Diese Statue dient als Erinnerung für die sowjetischen Soldaten, die die Stadt während des 2. Weltkrieges von den Nazis befreit haben.

Szimpla Kért

Szimpla Kért ist einer der bekanntesten Ruinenbars in Budapest und wurde in einem ehemals leerstehenden Hinterhof gegründet. Die Einrichtung dieser besteht aus bunt beschmierten und mit Graffiti besprühten Wänden, leuchtenden bunten Lichterketten, Stehlampen und einer kunterbunten Mischung von alten und neuen Möbeln. Im Szimpla findet man verschiedene verschachtelte Ecken mit mehreren Bars und gemütlichen Sitzecken, verteilt auf zwei Etagen. 

Ungarische Küche

Die ungarische Küche ist sehr kulinarisch. Das Lángos und Baumstriezel (im ungarischen Kürtőskalács genannt) sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. In seiner einfachsten Form besteht dieser aus einem Fladen aus Hefeteig, welcher in Fett gebacken wird und anschließend beispielsweise mit Sauerrahm und Käse serviert wird. Lángos lässt sich oftmals an ungarischen Ständen auf deutschen Weihnachtsmärkten finden, genau so wie der Baumstriezel. Hierbei handelt es sich um einen Kuchen aus Hefeteig, der über einer offenen Feuerstelle gebackenen wird. 

Möchte man warme und typisch ungarische Gerichte für sich entdecken, sollte man die Straße Király Utca im Zentrum Budapests besuchen. Neben Cafés und Bars ist hier beispielsweise das Restaurant “Disznótoros” versteckt, in dem ausgesprochen kulinarisches Essen zu einem sehr günstigen Preis angeboten wird.

Fazit

Die aufgelisteten Sehenswürdigkeiten, Bars und Restaurants sind nur einige Beispiele, welche Budapest zu einem besonderen Reiseziel machen. Die Mischung aus den traditionellen Bädern, zahlreichen Bewegungsmöglichkeiten in der Natur innerhalb der Stadt, sowie eine einzigartige ungarische Küche, bieten ein unvergessliches Reiseerlebnis. Die gute Erreichbarkeit der Stadt und Fortbewegungsmöglichkeiten innerhalb der Stadt machen sie zur einer perfekten Destination für einen Wochenendtrip.