Kopi Luwak: Der teuerste Kaffee der Welt aus Katzenkot

Einer der besten und teuersten Kaffees in der Welt findet man in Katzenkot! Circa 800 bis 1200 Euro werden fällig für den außergewöhnlichen und als Delikatesse gehandelten Kaffee! Doch wie wird dieser hergestellt und was rechtfertigt diesen hohen Preis? Und was macht diesen Kaffee geschmacklich so besonders? Erfahre hier alles rund um den Katzenkaffee – und wo Du diesen ergattern kannst!

Kaffee als wichtiger Bestandteil der asiatischen Kultur

Was bedeutet Kopi Luwak eigentlich? “Kopi” bedeutet auf indonesisch Kaffee. “Luwak” steht für den Fleckenmusang, welcher zur Familie der nachtaktiven Schleichkatzen gehört. Der Fleckenmusang ist zum großen Teil in Süd- und Südostasien vorzufinden und ist vor allem auf den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi zuhause, also dort, wo der Kaffee Kopi Luwak ursprünglich herkommt.  

Heutzutage stellt der asiatische Kontinent einer der wichtigsten Orte für die Produktion von Kaffee dar. Hierzu gelten insbesondere Länder wie Indien, China, Papua Neu-Guinea, Australien, Vietnam und Indonesien. In der asiatischen Kultur ist Kaffee stark verbreitet, vor allem in Indonesien und in Vietnam.

Wie wird Kopi Luwak hergestellt?

Der Kaffee wird aus dem Kot des Fleckenmusangs hergestellt. Das hört sich erst einmal sehr seltsam an, gibt dem Kaffee jedoch das spezielle Aroma, welches ihn zum schwarzen Gold werden lässt. Die indonesischen Kaffeebohnen, welche  unter anderem zur Ernährung der Fleckenmusangs gehören, werden von dessen Magenenzymen halb verdaut. In dem Vorgang wird das Fruchtfleisch verdaut und die Bitterstoffe der Bohne aufgespalten. . Anschließend wird die halb verdaute Kaffeebohne als Kot ausgeschieden und von Arbeitern aufgesammelt, gründlich gereinigt und einige Wochen in der Sonne getrocknet. Zuletzt werden die Bohnen geröstet und zu Kaffee weiterverarbeitet. Somit ist die Zubereitung deutlich komplexer im Vergleich zur Zubereitung von herkömmlichen Kaffee. Aufgrund dieses aufwändigen Vorgangs gilt Kopi Luwak als teuerster Kaffee der Welt.

Worauf muss man beim Kauf achten?

Aufgrund des verlockenden Geschäfts mit dem Kot des Fleckenmusangs, werden die Tiere häufig eingefangen, in schlechter Massenhaltung in kleinen Käfigen gehalten und dort mit Kaffeebohnen zwangsgefüttert. Hierdurch kommt die Frage auf, ob das Trinken von Kopi Luwak überhaupt noch ethisch vertretbar ist. Möchte man diesen edlen Kaffee dennoch genießen, sollte man darauf achten, dass es sich um Kot von freilebenden Fleckenmusangs handelt. Welche Orte genügend Tierschutz bieten, kann man ganz einfach durch eine kurze Recherche im Internet herausfinden.

Zudem sollte man bei dem Kauf des Kaffees darauf achten, dass es sich um originales Kopi Luwak handelt. Aufgrund des enorm hohen Preises besteht die Gefahr, dass mithilfe von illegalen Geschäfte gefälschter Kaffee verkauft wird. Daher sollte man bei besonders billigen Preisen sichergehen, dass es nicht um gefälschten Kopi Luwak Kaffee handelt. Normalerweise kostet ein Kilo eines sehr guten Kopi Luwaks zwischen 800 und 1200 Euro. Es lässt sich jedoch auch etwas “günstigerer” Kopi Luwak finden, für diesen belaufen sich die Preise pro Kilo jedoch immer noch um die 300 Euro. Für eine einzige Tasse kann in Kaffeehäusern schon bis zu 40 Euro kosten. Wer die Bohnen gerne online bestellen möchte, sollte sich vorab entsprechend informieren, ob der Anbieter tatsächlich Kopi Luwak von freilaufenden Tieren anbietet. Ein Beispiel wäre hier das Angebot von Wild Gayo Luwak.

Fazit

Der Kaffee Kopi Luwak gehört zu den teuersten Kaffees der Welt. Aufgrund der Ausbeutung des Fleckenmusangs, sollte man beim Kauf der teuren Bohnen darauf achten, dass der Kaffee aus einer nachhaltigen und ethischen vertretbaren Herstellung kommt. Der Tiere zuliebe sollte man nur Kaffee kaufen, welcher von freilaufenden Fleckenmusangs kommt. Ebenso sollte man darauf achten, dass es sich um ein Originalprodukt handelt. Ob einem dann letztendlich der Katzenkot schmeckt und es den Preis wert ist, das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Eine besondere und außergewöhnliche Delikatesse bleibt es jedoch wohl allemal.