Die renommiertesten Universitäten Europas

Beim Pauken den Blick auf die Schweizer Alpen genießen oder dem Big Ben beim Glockenspiel zuhören  – Viele Studenten träumen davon, einmal im europäischen Ausland zu studieren. Bei uns erfahren Sie, welche Universitäten zu den akademischen Spitzenreitern zählen und was für Vorraussetzungen Anwärter auf einen solchen Studienplatz mitbringen müssen.

Die Vormacht Großbritanniens

Im vergangenen Jahr (2016) hat das britische Times Higher Education Magazin anhand von 13 unterschiedlichsten Kriterien – wie Forschung, Innovation und Einflusspotenzial – Hochschulen und Universitäten in ganz Europa unter die Lupe genommen und verglichen. Das Resultat ist ein Ranking aus dem Eines klar ersichtlich wird: In Sachen Bildung dominieren britische Universitäten das europäische Feld. Ganze sieben der (heißbegehrten) Top10 Listenplätze gehen an das Vereinigte Königreich. Da überrascht es kaum, dass auch der erste Platz an eine englische Institution geht. Die University of Oxford hat sich gegen ihren Dauerrivalen aus Cambridge durchgesetzt und stellt damit das Nonplusultra der europäischen Hochschulen dar. Wer sich allerdings einen Studienplatz an einer britischen Elite Universität wie Oxford sichern möchte, der muss nicht nur ein herausragendes Abitur vorweisen können, sondern zusätzlich eine Aufnahmeprüfung als auch ein Vorstellungsgespräch erfolgreich hinter sich bringen. Auf diese Art und Weise haben es im Jahr 2013/2014 rund 14.000 Deutsche geschafft sich an einer britischen Universität einzuschreiben.

Wie haben die deutschen Universitäten abgeschnitten?

Abgesehen von der Vormachtstellung der Briten, hat es auch eine deutsche Uni unter die Top 10 der europäischen Bildungseinrichtungen geschafft. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) bietet ihren knapp 50.000 Studenten nicht nur einen wunderschönen historischen Campus im Herzen Münchens, sie ist außerdem ausgestattet mit 18 Fakultäten und einer unglaublichen Bandbreite von 150 Studiengängen: Von Ägyptologie, über Bioinformatik bis hin zu Wirtschaftsmathematik – an der bayerischen Hochschule bleibt kaum ein Studiengangswunsch offen. Jedoch sind die Aufnahmekriterien auch hier oft äußerst anspruchsvoll; so wird für die Studiengänge der Kommunikationswissenschaften oder der Geistigbehindertenpädagogik z.B. ein Numerus Clausus (NC) von 1,8 im Abitur gefordert. Aber die LMU bietet auch Studiengänge an ohne jegliche Art von NC, wie den der Theaterwissenschaften oder Geographie. Nichtsdestotrotz gehen bei der Münchener Universität im Durchschnitt drei bis vier Bewerbungen auf einen Studienplatz ein, was für die Popularität der Hochschule spricht. Wer es allerdings schafft und einen der begehrten Studienplätze ergattert, darf sich – nach bestandenem Abschluss –  in die Kette der prominenten Absolventen einreihen, zu denen unter anderem Altbundeskanzler Konrad Adenauer oder der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog zählen. Neben der LMU München, haben es auch die Universität Heidelberg (Platz 13), die Humboldt Universität Berlin (Platz 15) sowie die Technische Universität München (Platz 16) unter die Top 20 geschafft.

Elitäre Alternativen

Wen es weder nach München noch auf die britische Insel zieht, für den gibt es weitere, elitäre Optionen für ein Studium im europäischen Ausland. Auf Platz 9 der Times Higher Education Rangordnung landete das Karolinska-Institut (KI), welches sich nahe Schwedens hipper Hauptstadt Stockholm befindet. Aufgrund seiner europaweit angesehenen und renommierten Forschungseinrichtung, ist das KI besonders für Medizinstudenten attraktiv. Gegründet im Jahr 1810 ist es aber nicht nur die größte medizinische Universität Europas, das KI ist außerdem Treffpunkt der jährlichen Nobelpreis-Versammlung, die vor Ort über die Vergabe des wohl bedeutendsten (natur-)wissenschaftlichen Preises der Welt entscheidet.
Für alle, deren Interessengebiet die Technologie ist, könnte die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) in Zürich der perfekte Fit sein. Die Schweizer Hochschule ist nicht nur Europa’s Nummer vier, sie rangiert noch dazu auf Platz fünf der weltweit besten Bildungseinrichtungen für Technologie und Ingenieurwissenschaften und durfte bereits 21 ihrer bisherigen Absolventen zu einem Nobelpreis gratulieren.

Fazit

Wer es an eine der genannten Universitäten geschafft hat, kann sich einer rosigen und erfolgreichen Zukunft sicher sein. Aber über eines müssen sich Interessenten im Klaren sein: Ein Studium an einer Eliteuniversität stellt hohe Anforderungen und ein ausgelassenes, lockeres Studentenleben –  wie man es in vielen deutschen Hochschulstädten erleben darf – ist mit dem straffen Stundenplan in Oxford und Co. ganz gewiss nicht vereinbar. Wen das jedoch nach wie vor nicht abschreckt, für den kann das Studium an einer von Europa‘s Top Bildungseinrichtung so manche (berufliche) Türen öffnen – vorausgesetzt man kann die oft horrenden Studiengebühren bezahlen.