Bangkok-Guide: Highlights einer Millionenstadt

Bei einer Reise nach Südostasien lässt sich ein Besuch Bangkoks, der Hauptstadt Thailands, kaum umgehen. Der internationale Flughafen der Millionenstadt Suvarnabhumi ist ähnlich wie Kuala Lumpur in Malaysia eines der Drehkreuze Asiens. Obwohl die Meinungen über die Stadt weit auseinander gehen, verbringen die meisten Reisenden hier trotzdem mehrere Tage, um sich zu akklimatisieren, an die Zeitverschiebung zu gewöhnen und bei Reisen ohne vorausgehende Planungen die Weiterreise in die umliegenden Regionen zu organisieren. Und obwohl Bangkok auch etwas überwältigend sein kann, ist es definitiv einen Besuch wert. Wir stellen euch ein paar Highlights der Millionenstadt vor.

1. Tempel-Besuche

Die buddhistischen Tempel Thailands verziert mit knalligen Farben, jeder Menge Gold und in unglaublichen Dimensionen sind für jeden Reisenden ein ganz besonderes Erlebnis. Insbesondere für Touristen, die zum ersten Mal in Asien sind, sind die Tempel in Bangkok wahnsinnig beeindruckend und lassen sich von folgenden Tempeln nur schwer toppen. Die schönsten und spektakulärsten, jedoch auch touristisch meist überlaufenen Tempel in Bangkok sind mit Abstand der Königspalast, Wat Pho und Wat Arun.

Der Königspalast, “Grand Palace” ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes und haust unter anderem Wat Phra Kaeo, der wichtigste sowohl als auch imposanteste Tempel Thailands,  auf seiner riesigen Anlage. Die Anlage besteht insgesamt aus vier Teilen, welche den Wat Phra Kaeo, den äußeren und inneren Hof und den zentralen Hof umfassen. Wat Phra Kaeo ist ursprünglich für den König errichtet worden und bedeutet wörtlich “Tempel des Smaragd-Buddha”, da in diesem eine 66 cm hohe Smaragd-Buddha-Statue zu finden ist. Alle Gebäude auf der Anlage sind mit Gold, Glitzer und Juwelen verziert: Von kitschig bis prunkvoll ist alles mit dabei. Im Gesamtbild sind diese Verzierungen allerdings faszinierend und wunderschön anzuschauen.

Weiter geht’s mit dem nahegelegenen Wat Pho, auch bekannt als “Tempel des liegenden Buddha”. Die im 17. Jahrhundert gegründete Tempelanlage gilt als Ursprungsstätte sowie Ort der Bewahrung und Verbreitung der traditionellen thailändischen Medizin und Thai-Massage. Die Hauptsehenswürdigkeit ist der liegende Buddha, welcher mit einer Länge von 46 Meter und einer Höhe von 15 Meter so riesig ist, dass es kaum möglich ist, den kompletten Buddha auf ein einzelnes Foto zu bekommen. Während die riesige Goldstatue auf Fotos eher harmlos aussieht, ist dieser Buddha in Wirklichkeit sehr viel größer als man es sich vorstellen mag. Beeindruckend ist in diesem Fall eine wahre Untertreibung.

Um den Haupttempel herum befinden sich weitere kleinere Tempel sowie Gänge mit zahllosen sitzenden Buddha-Statuen und wunderschöne Chedis, mosaikbedeckte Türmen, welche in den verschiedensten Farben erstrahlen.

Im Anschluss gelangt man nach einer kurzen Überfahrt mit dem Boot über den Chao Praya-Fluss zum Wat Arun, oder “Tempel der Morgenröte”. Seinen Namen erhielt der Tempel aufgrund seiner atemberaubenden Schönheit bei Sonnenuntergang, welcher am besten vom gegenüberliegenden Flussufer aus beobachtet werden kann. Als einer der schönsten Tempel Thailands geltend, besteht dieser aus mehreren Tempeltürmen, die mit kleinsten farbigen Glas- und Porzellanstückchen dekoriert sind. Per Handarbeit wurden außerdem komplizierte und wunderschöne Mosaikmuster als Verzierung angebracht. Mehrere sehr steile Treppen führen den Tempel hinauf, von wessen höchster Ebene man eine wunderschöne Aussicht auf die gegenüberliegende Flussseite und den Königspalast sowie Wat Arun genießen kann. Die detailreiche Handarbeit und wunderschönen Mosaiks machen diesen Tempel zu etwas ganz Besonderem.

Für den Besuch dieser drei Tempel sollte man sich definitiv einen ganzen Tag freinehmen, um die Anlage entspannt erkunden zu können. Außerdem sollte Zeit für Trink- und Esspausen zwischendurch eingeplant werden, da die Temperaturen und die Sonneneinstrahlung einem in Bangkok wirklich zusetzen können.

Beim Besuch aller Tempel sollte außerdem beachtet werden, dass respektvolle Kleidung ein absolutes Muss ist. Das bedeutet, dass kurze Hosen, freie Schultern und Oberarme verboten sind. Vor dem Betreten eines Tempels müssen die Schuhe ausgezogen werden und im Tempel selbst gilt Ruhe sowie oftmals ein Fotografierverbot. Bitte respektiere die Religion der Buddhisten sowie deren tägliche Besucher.

2. Platinum Fashion Mall

Wer genug von Tempeln hat, der hat die Möglichkeit, sich am nächsten Tag die Wolkenkratzer Bangkoks einmal genauer anzuschauen. Während die Umgebung um die Tempel herum nicht gerade Millionenstadt-Atmosphäre versprüht, werden die Straßen im Südosten der Stadt von riesigen Gebäuden, hupendem Verkehr, hetzenden Menschen, rasenden Skytrains und prunkvollen Einkaufszentren bestimmt. Inmitten von diesem Gewimmel lässt sich die berühmte Platinum Fashion Mall finden, ein Indoor-Market für Kleidung von bekannten asiatischen Marken aus Korea, Hong Kong, Japan, China und Indien verteilt auf vier Stockwerken. Aber Achtung: Überforderung und Reizüberflutung ist hier vorprogrammiert. Die Auswahl ist riesig und die Menschenmassen zu Hochzeiten kaum zu überschauen. Hier findet man im Gegensatz zu den meisten Märkten in Thailand Kleidung, die nicht in Übermassenproduktion hergestellt wurde und trotzdem bezahlbar ist. Doch auch wer hier nichts kauft, kommt auf seine Kosten, denn das schiere Erlebnis dieser Mall ist einen Besuch wirklich wert.

Kleiner Tipp: In den meisten Fällen ist es nicht möglich Kleidungsstücke anzuprobieren und Konfektionsgrößen über 38 sind kaum erhältlich. Vor dem Kauf sollte man sich dementsprechend sicher sein, dass es auch passen wird. Außerdem: Lasse dich von der teilweisen Unfreundlichkeit der Verkäufer nicht abschrecken und handele die Preise runter soweit möglich, um nicht den Touristenpreis zu zahlen.

3. Chatuchak Weekend Market

Chatuchak Weekend Market – Drei Worte, eine Bedeutung: Asiens größter Einkaufsmarkt. Geöffnet von Freitag 18 – 24 Uhr und Samstag und Sonntag 9 – 18 Uhr ist der Chatuchak Market ein Ort, wo es alles gibt und das in Massen. Von Antikwaren, Kunsthandwerk, Kleidung und Accessoires bis zu Blumen und Pflanzen, Babyartikel, Haustiere und Einrichtungsgegenständen gibt es hier auf 15.000 Marktständen verteilt auf 27 Bereiche alles, was das Herz begehrt. Ein verrückter Markt mit ungewöhnlichen Dingen, riesiger Auswahl und buntem Treiben erwartet einen und sollte nicht ausgelassen werden, wenn man sich an einem Wochenende in Bangkok befindet.

4. Samsen Road Street Food Restaurants

Bei so viel Sightseeing und neuen Eindrücken bekommt man schnell Kohldampf. Auf den Straßen Bangkoks bieten zwar zahlreiche Stände ihre teils ungewöhnlichen und oft sehr schmackhaften Snacks an, jedoch hat man dann doch auch Lust sich irgendwo richtig hinzusetzen, um sein Abendessen zu genießen. Ein Geheimtipp in Bangkok für authentisches, gutes und günstiges Thai-Essen, was zugleich Restaurant- und Streetfood-Flair hat, ist die Umgebung um Samsen Road Soi 2, 3 und 4 im Phra Nakhon District nördlich von der berühmten Khao San Road. Während insbesondere in der Samsen Soi 2 tagsüber die Gebäude als gewöhnliche Wohnhäuser erscheinen, erwachen diese bei Einbruch der Dämmerung und verwandeln sich in Streetfood-Restaurants mit Plastikstuhl-Romantik und authentischem Thai-Essen. Wortwörtlich werden hier die Campingtische und -stühle aneinander gereiht, Lichterketten eingesteckt und Thai-Curries und klebriger Reis in Massen serviert, was dem Ganzen ein ganz besonderes Flair verleiht. Das Essen ist nicht nur lecker und bezahlbar, sondern die Besitzer und Bedienungen unglaublich freundlich und zuvorkommend. Entspannte Atmosphäre, Street Food-Qualität und ein guter Preis machen die Restaurants Jeng Noodle und Jok Pochana zur perfekten Dinner-Location in Bangkok. Und wer danach noch nicht müde ist, für den ist die Partymeile Khao San Road nicht weit!