Studieren in Corona-Zeiten

Das Studieren, wie wir es kennen, hat sich dieses Jahr um 180 Grad gedreht. Präsenzveranstaltungen, Semesterstart-Parties oder Prüfungen mit hunderten von Kommilitonen/innen wird es eine Weile so nicht mehr geben. Stattdessen haben sich Universitäten und Fachhochschulen an die neue und ungewohnte Situation, ausgelöst durch die Corona-Krise, angepasst und soweit es geht die Durchführung des Semesters digitalisiert. Dabei stoßen manche Lehrstätten auf Schwierigkeiten, welche nun bewältigen werden müssen. Auch für Studierende bringt das Studieren in Corona-Zeiten viele Herausforderungen mit sich.  Lese nachfolgend wie du das Online-Semester (psychisch) unversehrt meisterst!

online Studieren Corona

Organisiere dein Online Semester 

Organisation ist alles! Kümmere dich rechtzeitig um deine Studienfächer und die dafür benötigten technischen Hilfsmittel, denn nicht jede/r Dozent/in nutzt die gleichen Plattformen. Auch die Termine der ganzen Online-Meetings bedürfen einer gewissen Organisation. Erstelle dir am besten einen Kalender mit allen wichtigen Terminen zu allen Vorlesungen, Meetings mit Dozenten/innen, Gruppenarbeiten oder ähnliches, welche nun online stattfinden. Das hilft dir dabei, den Überblick zu bewahren. Bei der ganzen Zeit, die man zuhause verbringt, kann man schnell mal vergessen, welcher Tag eigentlich ist. 

Lerne mehr über dich selbst 

Das Online-Semester hat viel mit Selbstdisziplin und Organisationstalent zu tun. Deine Fähigkeiten in diesem Bereich kannst du dieses Semester unter Beweis stellen und dabei noch einiges über dich dazu lernen, was dir im späteren Beruf sicherlich weiterhelfen wird. Vergiss nicht: Man wird nicht als Organisationstalent geboren, vielmehr ist es eine regelmäßige Übungssache, die bei jedem Menschen anders verläuft. Finde für dich deinen individuellen Weg, wie du dich am besten organisieren kannst, denn es gibt kein richtig und falsch, solange du alles auf die Reihe bekommst. 

Finde deine Routine 

Während dem Studieren in Corona-Zeiten ist es noch schwerer morgens aus dem Bett zu kommen, da man nicht mal mehr das Haus zum Studieren verlassen muss. Dabei ist es wichtig, sich zu motivieren, um täglich am Schreibtisch arbeiten zu können. Auch wenn die Versuchung groß ist, zum Arbeiten einfach im Bett liegen zu bleiben, solltest du dies vermeiden. Mach dich nach dem Aufstehen am besten direkt fertig, wie du es normalerweise tun würdest, wenn du eine Vorlesung hättest. Das hilft dir dabei, in den Tag zu starten und motivierter zu arbeiten. 

Baue unbedingt Lernpausen ein, in denen du an die frische Luft gehst, Sport machst oder dich einfach mal ablenkst. Vermeide stumpfes Lernen am Stück, da dein Gehirn sonst nicht alle Informationen aufnehmen kann. 

Regelmäßiger Austausch

Du bist nicht allein. Viele andere haben während des Online-Semesters mit den gleichen Problemen und Herausforderungen zu kämpfen. Um das Arbeiten im Homeoffice kommen die meisten zurzeit einfach nicht herum. Deshalb ist es wichtig, sich gegenseitig auszutauschen. Wie wäre es also mit virtuellen Treffen mit deinen Kommilitonen/innen, um miteinander zu lernen oder sich gegenseitig abzulenken? Wenn dir der Uni-Alltag mal zu viel wird, kannst du dich auch mit Freunden im Park treffen, um ein wenig abschalten und an was anderes als die Uni denken zu können. 

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Vorteile des Online-Semesters 

Das Online-Semester bietet dir auch einige Vorteile! Du kannst deine Lernzeiten selbst einteilen, wenn du an keine Anwesenheitspflicht gebunden bist. Das bietet dir die Möglichkeit, nebenbei zu arbeiten oder einem Hobby nachzugehen. Vielleicht nutzt du die Chance der Freiheit von Präsenzunterricht, sofern keine Anwesenheitspflicht besteht, und suchst dir als Ablenkung einen Job in deiner Nähe. Trotz der aktuellen Situation suchen immer noch viele Unternehmen Studenten, die nebenbei arbeiten möchten. Im Internet findest du viele Webseiten, die dir eine Vielzahl an Studentenjobs in deiner Nähe anbieten. Das Studium sollte bei deiner Jobwahl jedoch immer an erster Stelle stehen. Viele Unternehmen bieten dir flexible Arbeitszeiten an, die du mit deinem Studium kombinieren kannst, sodass dieses nicht zu kurz kommt. 

Fazit

Auch wenn das Studieren in Corona-Zeiten zu Beginn eine große Herausforderung und Umstellung darstellt, hat es auch einige Vorteile. Denk daran, dass du in der Zeit des Online-Semesters viel über dich selbst lernen und dein Organisationstalent auf die Probe stellen kannst. Du wirst lernen, selbstständiger zu arbeiten und dich selbst zu motivieren, um am Ball zu bleiben. Falls dir das Lernen zu Hause zu viel werden sollte, kannst du dir beispielsweise einen Nebenjob passend zu deinem Studium suchen, um Abwechslung in deinen Alltag zu bringen. 

*Dieser Artikel wurde von Sandra Tissen, Mitarbeiterin bei YoungCapital, im Rahmen einer Kooperation verfasst.