Sollte man sich ein Haustier zulegen?

Wer hat als Kind nicht seine Eltern angebettelt, weil man unbedingt ein Haustier wollte? “Mama, Papa, wenn wir einen Hund haben, gehe ich auch jeden Tag mit ihm raus! Versprochen!” Als Elternteil hat man meist nur die zusätzlichen Aufgaben und Kosten im Kopf, die einem mit einem Haustier anfallen. Allerdings sollte man auch die Vorteile bedenken. LebeJetzt berichtet, ob die Liebe zu einem Tier die Schwierigkeiten überwiegt.

Haustiere draußen

Ob Hund, Katze oder Maus, natürlich gibt es große Unterschiede in der Haustierwelt. Je nach Zeit oder auch Größe des Eigenheims sollte man sich vorher genau informieren, um dem Tier das Beste Zuhause zu geben, das möglich ist. Egal ob alleinstehend, zu zweit oder mit Kindern, für jede Lebenslage gibt es eine Option.

Steigerung der Abwehrkräfte

Dieser Vorteil gilt vor allem Hundebesitzern: Gassi gehen, bei den meisten Hundebesitzern eine Tätigkeit, der man dreimal am Tag nachgeht. Studien belegen, dass man sich dadurch nicht nur sportlich mehr betätigt, sondern auch sein Immunsystem stärkt. Ein weiterer Vorteil für das Immunsystem: Laut einer Studie entwickeln Kinder, welche mit einer Katze zusammen aufwachsen, nur halb so oft eine Allergie gegen Katzenhaare wie Kinder ohne Aufwachsen mit einer Katze.

Gassi gehen

Den obigen Punkt kann man natürlich ebenso ins Negative wandeln. Dreimal am Tag Gassi gehen ist für viele berufstätige Menschen eine unmögliche Aufgabe. Doch nicht nur das, man muss bei Wind und Wetter nach draußen, egal ob man Zeit oder Lust hat, weil der Hund eben sein Geschäft verrichten muss. Leichter sind natürlich Katzen, wobei man auch bei ihnen die Aufgabe hat, ihr Katzenklo regelmäßig zu reinigen. Dies gilt natürlich auch für andere Tiere, die wie Nager oder Vögel meist in Käfigen leben.

Gassi gehen

Natur genießen

Auch mit seinem Haustier im Garten zu spielen gehört, wenn möglich, als Hundebesitzer dazu. Haustiere ziehen einen nach draußen und sind vor allem für Kinder wichtig. So können sie spielerisch die Natur entdecken und vor allem für Stadtkinder ein wichtiges Bindeglied zur Natur sein.

Dreck

Wenn Tiere draußen spielen, bringen sie automatisch Dreck mit in die Wohnung. Viele Haustiere verlieren zusätzlich Unmengen an Haaren, Käfige und Katzenklos müssen gereinigt werden. Auch wenn das Tier eigentlich stubenrein ist, kann es sein, dass es ab und zu sein Geschäft in der Wohnung verrichtet. Die zusätzliche Putzarbeit sollte einem also bewusst sein

Spiel Haustier

Verantwortungsbewusstsein

Dieser Punkt birgt ebenfalls Vor- und Nachteile. Kinder lernen mit einem Tier Verantwortung zu übernehmen. Regelmäßiges Füttern, Gassi gehen und Käfig sauber machen. Sie sind nicht mehr nur für sich verantwortlich, sondern für ein weiteres Lebewesen. Dieser Punkt kann natürlich aber auch weit nach hinten los gehen. Auch wenn die Kinder anfangs hoch und heilig versprechen werden, sich um ihren Liebling zu kümmern, bleibt die Arbeit oft an den Eltern hängen. Ob man dies möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Sei dir als Elternteil jedoch bewusst, dass dies ein sehr wahrscheinlicher Fall sein wird.

Kosten für das Haustier

Wenn man kein Tierfreund ist, sollte man gar nicht erst überlegen sich ein Haustier zu holen. Der nächste wichtige Faktor, den man hierbei jedoch auf jeden Fall an zweiter Stelle im Blick haben sollte, sind die Kosten, die ein Haustier mit sich bringt. Haustiere brauchen Platz, Käfige, Körbchen, Kratzbäume, Futter, Tierversicherung, Hundesteuer, Tierarzt; all diese Kosten müssen vor einer Anschaffung einkalkuliert werden und für euch bezahlbar sein.

Einfühlsamkeit

Einfühlsamkeit ist leider nicht angeboren, sondern muss jedes Kind erlernen. Eine schwierige Aufgabe, da man als Kleinkind sehr Ich-bezogen ist. Durch ein Haustier lernen sie viel leichter Sensibilität und Empathie. Das beste Beispiel ist, wenn die Katze die Krallen ausfährt. Hier lernt das Kind, dass man die Katze im Augenblick besser in Ruhe lässt. Dies ist für sie auch annehmbar bei Auseinandersetzungen, die sie selbst einmal führen.

Stressabbau

Wer liebt es nicht, entspannt auf der Couch zu sitzen und mit jemandem zu kuscheln. Haustiere helfen dabei und unterstützen einen so dabei den Stress abzubauen. Das Streicheln und Schmusen senkt den Herzdruck und verlangsamt den Puls. Sie bieten also den idealen Rückzugsort und sind ein gutes Mittel gegen Einsamkeit. Auch wenn man traurig ist, helfen Haustiere als Zuhörer und Tröster.

Verbesserung der Schulleistungen

Kinder mit Haustieren haben eine höhere emotionale Stabilität, was sich positiv auf die Schulnoten auswirkt. Das liegt daran, dass sie ausgeglichener und sorgloser sind, beim Lernen effektiver arbeiten und Misserfolg besser verkraften.

Haustier Spaß

Stärkung des Selbstwerts

Wenn man ein Haustier hat, gibt es kein Lebewesen, welches einen mehr liebt als das Tier. Haustiere lieben einen bedingungslos und geben Menschen mit geringem Selbstvertrauen damit ein gutes Gefühl. Tiere können auch Eisbrecher in Gesprächen sein und sorgen für einen leichteren Anschluss.

Interessenverlust

Ist ein neues Haustier anfangs noch aufregend, schwindet das Interesse an ihnen für Kinder oft schneller als man gucken kann. An dem einen Tag verbringen sie noch jede freie Sekunde mit ihnen, am Nächsten ist die neue Puppe der bessere Spielkamerad.

Haustiere sind kein Spielzeug

Bezogen auf den letzten Punkt muss man dieses Argument ebenfalls beleuchten. Dass Haustiere kein Spielzeug sind und nicht immer Lust haben zu spielen, nur weil man selbst gerade möchte, ist wichtig zu verstehen. Gerade für jüngere Kinder ist dies wichtig nachzuvollziehen. Des weiteren kann es auch passieren, dass dein Haustier kuscheln beispielsweise nicht mag. Hier muss man die Grenzen akzeptieren, selbst wenn es dir selbst wichtig ist.

Hauskatzen

Fazit

Natürlich gibt es viele Vor-, aber auch Nachteile, die für ein Haustier sprechen. Jeder davon sollte individuell bedacht werden, bevor man beschließt, dem Tier das bestmögliche Zuhause zu geben, falls man sich für den Familienzuwachs entscheidet.