Schwarztee oder Grüntee: Was ist besser?

Sowohl Schwarztee als auch Grüntee erfreuen sich großer Beliebtheit. Beiden werden viele positive Attribute zugeschrieben: Sie sollen wach machen, Krankheiten vorbeugen und auch noch unser Aussehen positiv beeinflussen. Wir vergleichen die zwei Teearten und klären über deren Vor- und Nachteile auf.

Unterschiede Grün- und Schwarztee

Grün- und Schwarztee werden aus derselben Pflanze gewonnen: der Camellia sinensis. Allein die Herstellungsweise sorgt für die unterschiedlichen Farben. Bei der Produktion von grünem Tee wird verhindert, dass dieser oxidiert. Folglich behält der Tee die grüne Farbe der Teepflanze und außerdem seinen leicht bitteren Geschmack. Schwarzer Tee soll im Gegensatz oxidieren, um seine typischen Aroma zu entfachen. Dieser wird zunächst zusammengerollt und zerkleinert, sodass ätherische Öle freigesetzt werden. Diese reagieren dann mit der Luft und sorgen so für die typische dunkle Farbe und den leckeren Geschmack des Schwarztees.

Doch die zwei Teesorten haben nicht nur unterschiedliche Farben und einen unterschiedlichen Geschmack, sondern unterscheiden sich auch in ihrer Wirkung auf unseren Körper. Generell lässt sich sagen, dass Grüntee besser für unsere Gesundheit ist, da viele der Wirkstoffe der Teepflanze im Oxidationsverfahren kaputt gehen und damit weniger in schwarzem Tee vorzufinden sind. So verfügt grüner Tee über viel mehr Mineralien, Vitamine und Spurenelemente.

Auch bezüglich seines Koffeingehalts ist Grüntee der klare Gewinner. Grüntee kann ähnlich hohe Mengen an Koffein enthalten wie Kaffee. Vor allem sogenannte beschattete Teesorten wie Matcha und Tencha verfügen über viel Koffein. Es gibt jedoch auch Grünteesorten, die über deutlich weniger Koffein als Kaffee verfügen. Generell kann man sagen, dass Schwarztee weniger Koffein beinhaltet als Grüntee, dieses ist jedoch auch je nach Sorte unterschiedlich. Durchschnittlich hat Schwarztee nur halb soviel Koffein wie Kaffee. Der Koffeingehalt deines Getränkes ist auch davon abhängig, wie lange man den Tee ziehen lässt. Schwarztee sollte zwei bis drei Minuten ziehen, wenn man sich eine stimulierende Wirkung wünscht. Lässt man ihn länger ziehen, wirkt der Tee eher beruhigend. Auch Grüntee sollte nicht zu lange ziehen. Experten empfehlen eine Ziehzeit von nur zwei Minuten bei vielen Grünteesorten. Der Vorteil von sowohl Grün- als auch Schwarztee im Vergleich zum Kaffee ist, dass Tee das Koffein langsamer an den Körper abgibt und folglich länger wach hält. Braucht man einen schnellen Energiekick, dann ist Kaffee die bessere Wahl.

Vorteile von Grüntee

Wie bereits erwähnt, verfügt grüner Tee über einen höheren Anteil positiver Wirkstoffe als Schwarztee. Zum Beispiel enthält er mehr Polyphenole, welche eine antioxidative Wirkung haben. Diese schützen unseren Körper vor freien Radikalen und minimieren damit beispielsweise auch das Krebsrisiko. Darüber hinaus haben die Antioxidantien noch weitere positive Wirkungen. Sie helfen dabei, die Haut zu verjüngen und Falten vorzubeugen. Außerdem beugt Grüntee Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Und auch das Zahnfleisch freut sich über den Teegenuss: Die Antioxidantien wirken entzündungshemmend. Dank all dieser positiven Effekte verlängert grüner Tee auf lange Sicht die Lebenserwartung.

Wenn man von all den positiven Effekten des grünen Tees profitieren möchte, solltest man jedoch auf die richtige Zubereitung achten. Diese bewahrt einem zu dem vor dem oft sehr strengen und bitteren Geschmack. Bei grünem Tee gilt die Regel, umso länger er zieht und umso höher die Wassertemperatur, desto mehr Inhaltsstoffe des Tees werden an das Wasser abgegeben und desto stärker ist damit die Wirkung des Tees. Es ist jedoch zu beachten, dass der Tee bei höheren Temperaturen und bei höherer Ziehzeit auch bitterer wird. Am besten schmeckt der Grüntee daher, wenn er bei nicht mehr als 80 Grad Wassertemperatur hinzugegeben wird und nicht länger als 5 Minuten zieht. Nach dieser Ziehzeit sind auch die positiven Stoffe des Tees längst ins Wasser übergegangen. Genauere Informationen zur Zubereitung der verschiedenen Grünteesorten lassen sich in der jeweiligen Packungsbeschreibung nachlesen.

Grüner Tee lässt sich zudem auch äußerlich anwenden. Im Falle eines Sonnenbrandes kann man ein in Grüntee getauchtes Tuch auf die betroffenen Stellen legen und für eine gute Viertelstunde einwirken lassen. Der grüne Tee wirkt beruhigend und lindert Rötungen.

Grünem Tee wird außerdem nachgesagt, dass er eine entschlackende Wirkung hat. So bindet dieser Nahrungsfette und kurbelt die Fettverbrennung an. Darüber hinaus helfen die im grünen Tee enthaltenen Bitterstoffe den Appetit zu zügeln und unterstützen auch so den Abnehmprozess.