Saccharin, Neotan, Lactit – Wir stellen Süß- und Zuckerersatzstoffe vor

Immer wieder wird davor gewarnt: Zu viel Zucker ist ungesund! Zucker steht in direkter Verbindung mit vielen Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes, und selbstverständlich Übergewicht. Somit weichen viele süße Schleckermäuler auf andere Süßungsmittel aus. Süß- und Zuckerersatzstoffe – welch herrliche Erfindungen! Sie werden in Form von Tropfen, Tabletten oder zuckerähnlichem Granulat zu vielen Lebensmitteln hinzugegeben, um diese kalorienarm zu machen. Süße ohne Reue, denken sich viele. Doch ist dem so? Wir gehen dem süßen Zuckerersatz auf den Grund. 

WHO-Empfehlung: Bis zu 25 Gramm Zucker pro Tag

Die WHO empfiehlt, dass man pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker zu sich nehmen sollte. Das ist vergleichsweise wenig, bedenkt man, dass sich in einer Liter-Flasche Cola bereits rund 100 Gramm Zucker enthalten sind. Ebenso schlägt eine harmlos aussehende Schüssel mit Cornflakes und Milch mit etwa 12 Gramm Zucker zu Buche. Isst man dann noch eine Milchschnitte, welche ironischerweise als gesunder Snack beworben wird, hat man sein tägliches Soll an Zucker schon fast komplett ausgelotet. Sollte man sich an einer Tafel Schokolade vergreifen, kommt man mit circa 50 bis 60 Gramm Zucker weit über die täglichen Empfehlung der WHO. Doch man muss nicht verzagen, schließlich gibt es ja Alternativen zu herkömmlichen Zuckerprodukten. Wer es  süß mag, sich aber nicht um Zuckermengen sorgen möchte, der greift gerne zu Produkten, welche Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe enthalten.

Süßstoff vs. Zuckeraustauschstoff

Süßungsmittel, d.h. Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe, werden als Zuckeralternative verwendet, um eine entsprechende Süße zu Lebensmitteln hinzuzufügen, oftmals mit einer reduzierten Kalorienmenge. Beide Süßungsmittel haben gemeinsam, dass sie nicht (oder teilweise zumindest weniger) kariesfördernd sind. Doch wie unterscheiden sich Süßstoffe von Zuckeraustauschstoffen?

Süßstoffe werden synthetisch hergestellt, jedoch kommen diese ursprünglich von natürlichen Grundstoffen. Der Vorteil von Süßstoffen ist deren geringe Menge an Kalorien sowie deren Eigenschaft, dass diese im Stoffwechsel insulinunabhängig verarbeitet werden. Somit eignen sich Süßstoffe auch für Diabetiker. Zudem benötigt man nur eine sehr geringe Menge an Süßstoff, um einen sehr süßen Geschmack zu erreichen. Für Süßstoffe gibt es bestimmte Höchstmengen, der sogenannte ADI (“Acceptable Daily Intake”), welcher von internationalen Gremien bestimmt und in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (mg/kg KG) angegeben wird.

Zuckeraustauschstoffe hingegen sind Zuckeralkohole. Diese enthalten zwar Kalorien, jedoch weniger als herkömmlicher Zucker und schonen somit ebenfalls den Insulinspiegel. Sie werden aus natürlichen Grundstoffen gewonnen und im Anschluss chemisch verändert. Im Gegensatz zu Süßstoffen sind Zuckeraustauschstoffe weniger süß und es gibt keine festgelegten Höchstwerte hinsichtlich des täglichen Verzehrs. Isst man jedoch zu viele Zuckeraustauschstoffe, können diese abführend wirken. Ebenso sind Zuckeraustauschstoffe nicht für alle Lebensmittel zugelassen. So dürfen diese beispielsweise nicht in Getränken verwendet werden. 

Welche Süßstoffe gibt es? 

Die folgenden Süßstoffe sind in der EU zugelassen:

 

  • Acesulfam K (E 950) 

 

ADI: 9 mg/kg KG Süßkraft: 130-200

Beschreibung: Acesulfam eignet sich dank seiner Hitzebeständigkeit zum Backen und Kochen. Geschmacklich ähnelt Acesulfam Zucker sehr, außer wenn es in hohen Konzentrationen verwendet wird. Acesulfam K findet sich oftmals auch in der Inhaltsstoffliste von Zahnpasta.

 

  • Aspartam (E 951) 

 

ADI: 40 mg/kg KG Süßkraft: 140-200

Beschreibung: Aspartam ist nicht hitzebeständig, somit kann es nicht zum Backen verwendet werden. Manche Menschen, welche unter Phenylketonurie, einer seltenen Stoffwechselerkrankung, leiden, dürfen kein Aspartam zu sich nehmen. Aufgrund dieser Gefahr müssen alle Lebensmittel, welche Aspartam enthalten, mit einem Hinweis versehen werden. Dieser weist auf eine im Lebensmittel enthaltene Phenylalaninquelle hin. Aspartam ist im Lauf der Zeit immer wieder ins Kreuzfeuer geraten hinsichtlich seiner Gesundheitsverträglichkeit: Aspartam wird im Körper in verschiedene Stoffe zersetzt, u.a. in Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol. Diese werden mit unerwünschten Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, welche sich besonders in empfindlichen Menschen bemerkbar machen können. Nebenwirkungen können die Form von Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, oder Allergien annehmen. Darüber hinaus wurde Aspartam in einigen Studien mit ernsthafteren Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, wie beispielsweise Sehstörungen, Gedächtnisverlust, Benommenheit, Epilepsie, neuroendokrinen Störungen und sogar Hirntumoren. 

 

  • Cyclamat (E 952) 

 

ADI: 7 mg/kg KG Süßkraft: 30-50

Beschreibung: Cyclamat ist hitzebeständig und eignet sich zum Kochen und Backen. Finden lässt sich Cyclamat oftmals in Kaugummis. Cyclamat lässt sich dank seiner chemischen Eigenschaft sehr gut mit anderen Süßstoffen, wie beispielsweise Saccharin, kombinieren. Cyclamat stand lange Zeit im Verdacht, krebserregend zu sein und ist aufgrund dessen seit 1970 in den USA nicht mehr zugelassen. Da durchgeführte Studien den Verdacht jedoch nicht bestätigen konnten, ist Cyclamat weiterhin in Europa zugelassen. 

 

  • Saccharin (E 954) 

 

ADI: 5 mg/kg KG Süßkraft: 300-500

Beschreibung: Ein farbloser Stoff mit bitterem Nachgeschmack, welcher im Zusammenhang steht, die Blasenschleimhaut zu schädigen, wenn dieser mit bestimmten Medikamenten oder Umweltgiften eingenommen wird. Bedenklich ist, dass Saccharin laut Futtermittelverordnung für Mastschweine zugelassen ist, um deren Appetit anzuregen. 

 

  • Sucralose (E 955) 

 

ADI: 15 mg/kg KG Süßkraft: 600

Beschreibung: Sucralose wird aus herkömmlichen Zucker hergestellt, indem dieser chemisch behandelt wird. Sucralose ist besonders hitzestabil und hat, im Gegensatz zu Saccharin, keinen bitteren Nachgeschmack. Ebenso lässt sich Sucralose dank seiner guten Löslichkeit sehr gut mit anderen Stoffen vermischen. Ähnlich wie Saccharin gibt es jedoch auch Bedenken bei Sucralose: Dieses lässt sich in Pflanzenschutzmitteln, welche als toxisch bekannt sind, wie beispielsweise Lindan, vorfinden. Ebenso gab es Komplikationen in Tierversuchen mit Sucralose, bei welchen sich Nieren und Leber vergrößerten. Obwohl die Auswirkungen der Abbauprodukte von Sucralose im menschlichen Körper noch nicht vollständig erforscht sind, wurde Sucralose im Jahr 2004 in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. 

 

  • Thaumatin (E 957) 

 

ADI: ‘unbegrenzt’ Süßkraft: 2000-3000

Beschreibung: Thaumatin wird aus Früchten des afrikanischen Katemfe-Strauchs gewonnen. Thaumatin gilt als unbedenklich, da der natürliche Stoff von den dortigen Einheimischen bereits seit sehr langer Zeit verwendet wird. Geschmacklich erinnert Thaumatin etwas an Lakritz. Mittlerweile wird Thaumatin jedoch nicht nur von der natürlichen Frucht gewonnen, sondern für größere Produktionsmengen gentechnisch reproduziert. 

 

  • Neohesperidin (E 959) 

 

ADI: 5 mg/kg KG Süßkraft: 400-600

Beschreibung: Neohesperidin lässt sich in natürlicher Form in Zitrusfrüchten, wie beispielsweise Bitterorangen, vorfinden. Oftmals wird Neohesperidin jedoch chemisch aus Flavonoiden hergestellt. Neohesperidin ist äußerst hitzebeständig. Geschmacklich erinnert das pulverartige Süßungsmittel an eine Mischung aus Menthol und Lakritz. 

 

  • Steviolglycoside (E 960) 

 

ADI: 4 mg/kg KG Süßkraft: 250-300

Beschreibung: Steviolglycoside ist ein pflanzlicher Süßstoff, welcher aus der paraguayischen Stevia-Pflanze gewonnen wird. Stevia hat in den letzten Jahren hohe Bekanntheit erlangt und lässt sich mittlerweile in vielen bekannten Produkten finden. So hat beispielsweise Coca Cola eine eigene Stevia-Cola auf den Markt gebracht. Geschmacklich müssen sich viele jedoch erst einmal an Stevia gewöhnen, aufgrund dessen lakritzartigen Nachgeschmacks. 

 

  • Neotam (E 961) 

 

ADI: 2 mg/kg KG Süßkraft: 7000-13000

Beschreibung: Neotam wird als Nachfolger des in der Kritik stehenden Aspartams gehandelt, da Neotam chemisch aus diesem gewonnen wird. Zugelassen wurde Neotam in der EU im Jahr 2010. Neotam kann den Geschmack vieler Lebensmittel intensivieren, besonders den von Früchten, Minze, Vanille und Schokolade. Somit lässt sich Neotam oftmals in Kaugummi, Süßwaren, Milchprodukten, Marmeladen und Konfitüren, Erfrischungsgetränken sowie Nahrungsergänzungsmitteln vorfinden. 

 

  • Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962) 

 

ADI: 15-40 mg/kg KG Süßkraft: 350

Beschreibung: Aspartam-Acesulfam-Salz wird, wie der Name es vermuten lässt, aus Aspartam und Acesulfam K gewonnen, indem diese vermischt werden. Eine Stärke des Aspartam-Acesulfam-Salzes ist, dass sich dieses gut bei der Herstellung von Süßwaren mit deren Inhaltsstoffen vermischen lässt, was sich wiederum positiv auf die Produktqualität auswirkt. Da die Produkte jedoch, aufgrund des Mischverhältnisses der beiden Stoffe, zwangsläufig Aspartam enthalten, muss auch hier ein entsprechender Hinweis auf Phenylalanin auf der Lebensmittelverpackung angebracht werden. 

 

  • Advantam (E 969) 

 

ADI: 5 mg/kg KG Süßkraft: 20000-37000

Beschreibung: Advantam verstärkt das Aroma gewisser Lebensmittel. Hierzu zählen vor allem zitronige und minzige Aromen sowie die von Molkereiprodukten. 

Welche Zuckeraustauschstoffe gibt es?

Die folgenden Zuckeraustauschstoffe sind in der EU zugelassen:

 

  • Sorbit (E 420)

 

Süßkraft: 0,5

Beschreibung: Obwohl sich Sorbit in vielen Früchten in seiner natürlichen Form vorfinden lässt, wird es zur Verwendung in Lebensmitteln aus Mais- oder Weizenstärke hergestellt. Sorbit hat nur halb soviel Kalorien wie Zucker, ist jedoch auch etwa nur halb so süß wie dieser. Daher muss mehr Sorbit verwendet werden, um die gleiche Süße zu erhalten – unter dem Strich bleibt man also bei der gleichen Kalorienanzahl wie mit herkömmlichen Zucker. Sorbit hat jedoch einen klaren Vorteil: Es verursacht kein Karies. Daher lässt es sich bei einigen Zahnpasten auf der Inhaltsstoffliste finden. Aufgrund dessen Wasserlöslichkeit sowie Hitzebeständigkeit, eignet sich Sorbit zum Kochen und Backen. Auf manche Menschen hat Sorbit selbst in kleinen Mengen eine laxative Wirkung und kann daher zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen. 

 

  • Mannit (E 421)

 

Süßkraft: 0,6

Beschreibung: Mannit wird nur sehr begrenzt als Süßungsmittel eingesetzt. Grund dafür ist zum einen, dass Mannit teuer in der Gewinnung ist, zum anderen ist es im Allgemeinen nicht sonderlich verträglich. Bereits in kleinen Mengen kann Mannit zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Vorfinden lässt sich Mannit in seiner natürlichen Form in Kräutern, Gemüse, Früchten, Schimmelpilzen und Braunalgen. 

 

  • Isomalt (E 953)

 

Süßkraft: 0,5

Beschreibung: Isomalt ist Sorbit sehr ähnlich. Süßkraft sowie dessen kalorischer Wert sind nur halb so hoch wie die Werte von herkömmlichen Zucker. In bestimmten Mengen kann Isomalt ebenso zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Vorfinden lässt sich Isomalt oftmals in Müslis und Desserts sowie einer Vielzahl von Milchprodukten. 

 

  • Polyglycitol/ -sirup (E 964)

 

Süßkraft: 0,5-0,8

Beschreibung: Zur Gewinnung von Polyglycitol bzw. Polyglycitolsirup werden Stärkehydrolysaten hydriert. Insgesamt ist Polyglycitol/ -sirup äußerst wasserlöslich und erhöht die Masse von zuckerfreien Lebensmitteln. 

 

  • Maltit/ -sirup (E 965)

 

Süßkraft: 0,9

Beschreibung: Obwohl Maltit bzw. Maltitsirup nur halb so viele Kalorien wie herkömmlicher Zucker enthält, beträgt seine Süßkraft ganze 90 %. Hergestellt wird Maltit aus Kartoffel- oder Maisstärke. Aufgrund der hohen Süßkraft und der niedrigeren Kalorienanzahl, wird Maltit für Süßwaren und Desserts benutzt. 

 

  • Lactit (E 966)

 

Süßkraft: 0,4

Beschreibung: Der Name lässt es eventuell bereits vermuten: Lactit wird aus Milchzucker (Laktose) hergestellt. Im Vergleich zu herkömmlichen Zucker hat Lactit nur halb so viele Kalorien. Lactits besondere Eigenschaft ist, dass es nicht wasseranziehend ist, d.h. es eignet sich besonders zur Herstellung von Backwaren und Pulver, welche trocken bleiben sollen. 

 

  • Xylit (E 967)

 

Süßkraft: 1

Beschreibung: Xylit, auch Birkenzucker genannt, wurde ursprünglich aus Birken-Rinde gewonnen. Dem ist mittlerweile jedoch nicht mehr so. Stattdessen wird Mais zur industriellen Herstellung verwendet. Während Xylit 40 % weniger Kalorien hat als herkömmlicher Zucker, ist es fast genauso süß wie dieser. Vorsicht ist geboten hinsichtlich Xylit und Haustieren: Vielen Haustieren fehlt ein Enzym zum Verdauen von Xylit und kann daher für diese lebensbedrohlich sein. 

 

  • Erythrit (E 968)

 

Süßkraft: 0,7

Beschreibung: Erythrit wird aus Stärke gewonnen, wie sie in Gemüse, Früchten und fermentierten Lebensmitteln vorkommt. Erythrit sticht mit seiner hohen Süßkraft, welche bei 60 bis 80 % von herkömmlichen Zucker liegt, und seiner guten Verträglichkeit hervor. Da sich Erythrit nicht negativ auf den Verdauungstrakt auswirkt, wird es oftmals in einer Vielzahl von Lebensmittelprodukten verwendet, wie beispielsweise Fisch, Käse, Süßigkeiten und Fertiggerichten. 

Kontroversen von Süß- und Zuckerersatzstoffen

Einerseits hat die Verwendung von Süß- und Zuckerersatzstoffen viele Vorteile: Viele sind unbedenklich für die Zähne, wodurch sich das Kariesrisiko im Vergleich zum herkömmlichen Zuckerkonsum verringert. Ebenso sind diese oftmals ärmer in Kalorien, da sie häufig viel süßer sind als herkömmlicher Zucker, dass nur verhältnismäßig wenig benötigt wird, um eine volle Süße geschmacklich wahrnehmen zu können. Dies kann sich wiederum positiv auf den Insulinspiegel und das eigene Körpergewicht auswirken. 

Allerdings gibt es selbstverständlich auch Kritik: Im Gegensatz zu herkömmlichen Zucker, sind andere Süßungsmittel oftmals chemisch stark behandelt. Welche Langzeitfolgen dies tatsächlich auf unseren Körper hat, steht in regelmäßigen Abständen immer wieder zur Debatte. Selbst die Auswirkungen auf das Körpergewicht werden regelmäßig in Frage gestellt. So gab es einige Studien, welche besagten, dass Süßungsmittel sich positiv auf das Körpergewicht auswirken würden. Dann gab es jedoch wieder andere Studien, welche genau das Gegenteil behaupteten. Das Problem ist, dass diese Studien mit Tieren durchgeführt werden und sich nicht 1:1 auf den Menschen übertragen lassen. 

Fazit

Zuckeraustauschstoffe sowie Süßstoffe sind laut Zahnärzten gute Alternativen zu herkömmlichen Zucker, da diese kein Karies fördern. Ebenso sind diese kalorienärmer als herkömmlicher Zucker. So lassen sich beispielsweise durch einen Tausch von Zucker zu Süßstoff im täglichen Kaffee jährlich mehr als 23.000 Kilokalorien einsparen. Dies würde sich in beachtliche 3 Kg Fettgewebe umrechnen lassen. 

Süßstoffe haben den weiteren Vorteil, dass sich deren Einnahme nicht auf den Insulinspiegel auswirkt. Zuckerersatzstoffe schonen ebenfalls den Insulinspiegel im Vergleich zu herkömmlichen Zucker. Es gilt jedoch grundsätzlich, dass jede Form von Zuckerersatz unterschiedliche Qualitäten, und somit unterschiedliche Vor- und Nachteile, mit sich bringt. Dies gilt besonders dann zu beachten, wenn Unverträglichkeiten vorliegen. 

Zucker sowie Süßungsmittel, besonders Süßstoffe, sollten in Maßen zu sich genommen werden. Dies gilt besonders für Kinder. Gerade im jungen Alter sollten Kinder nicht darauf trainiert werden, eine besondere Vorliebe für süßen Geschmack zu entwickeln, mit welcher diese möglicherweise ein Leben lang zu kämpfen haben. Außerdem haben Kinder, aufgrund deren Stoffwechsels und geringeren Körpergewichts, schmalere ADI-Werte, welche entsprechend eingehalten werden sollten, um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden. 

Die gesündeste Ernährung ist eine solche, welche grundsätzlich niedrig in isolierten Kohlenhydraten ist, d.h. wenig Zucker und Mehl, und es somit gar nicht erst nötig ist, Zucker mit anderen Süßungsmitteln zu ersetzen.