Natürliches Haaröl – Welches ist das Beste?

Gerade im Winter wird unser Haar sehr strapaziert. Die ständige Reibung an Mützen, Schals oder Pullovern schadet der Haarstruktur und sorgt so für Spliss und Haarbruch. Kälte und Heizungsluft trocknen zudem die Kopfhaut aus und führen zu Schuppenbildung. Aber auch im Sommer ist unser Haar Vielem ausgesetzt. Die hohe Sonneneinstrahlung, Chlorwasser oder Meersalz strapazieren das Haar und trocknen es aus. Auch Hitze, zum Beispiel durchs Föhnen oder Glätten, schadet der Haarstruktur. 
Natürliches Haaröl hilft den Haaren dabei von Innen zu heilen, Feuchtigkeit zu spenden und neues Haarwachstum anzuregen. Das Lebejetzt-Team hat sich informiert, welche Haaröle, je nach Haarstruktur, sich am Besten eignen.

Natürliches Haaröl

Trockene Kopfhaut ist nicht nur unangenehm und sieht nicht schön aus, es verhindert auch die Talgproduktion. Der Talg versorgt die Haare mit Feuchtigkeit und sorgt somit auch für ein gesundes Nachwachsen der Haare. Wenn die Kopfhaut aber zu trocken ist, ist diese nicht mehr in der Lage genug Talg zu produzieren. 

Naturbelassene Öle wirken wahre Wunder wenn es um die Vermeidung von juckenden, geröteten Stellen, trockener Kopfhaut und Schuppen geht. Doch warum haben Haaröle aus der Drogerie nicht die gleiche Wirkung wie Naturöle?

Unterschiede zwischen konventionellen und natürlichen Haarölen

Konventionelle Haaröle aus Drogeriemärkten bestehen meistens aus synthetischen Inhaltsstoffen, welche unserem Haar auf Dauer schaden. Oft wirken die Produkte nicht von innen, sondern legen einen Schleier über die Haare, der auf den ersten Blick besonders pflegend wirkt. Diese Öle liegen zwar leichter auf den Haaren als Naturöle, pflegen deshalb aber auch nicht so intensiv wie Naturöle. Die Öle werden künstlich hergestellt und bestehen aus sogenannten Silikonölen. Außerdem enthalten sie oft Mirkroplastik, was nicht nur den Haaren schadet, sondern auch der Umwelt. 
Natürliche Haaröle pflegen von innen heraus und sorgen für dauerhaft gesundes Haar.
Verschiedene Naturöle wirken dennoch unterschiedlich intensiv und langanhaltend.

Avocadoöl

Das Avocadoöl wird durch ein industrielles Verfahren gewonnen, bei welchem das Fruchtfleisch erhitzt und gefiltert wird. Dabei werden allerdings wichtige Vitamine und Nährstoffe zerstört, welche das Avocadoöl erst so besonders machen. Wichtig ist es daher, bei dem Kauf auf ein natives Öl zurückzugreifen. Native Öle werden kalt gepresst, wodurch wichtige Bestandteile in dem Öl enthalten bleiben. Avocadoöl besteht zu 75% aus ungesättigten Fettsäuren, die weiteren 25% sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Avocadoöl hat einen hohen Anteil an Mineralstoffen wie Zink, Calcium und Eisen. Enthaltene Vitamine sind vor allem Vitamin A, D und E. 

Da das Öl einen Glätteeffekt hat, ist es besonders hilfreich für dickeres oder lockiges Haar und bei der Anwendung in die Längen und Spitzen verleiht es dem Haar Glanz und Geschmeidigkeit.

Avocadoöl

Durch seine intensive und regenerative Wirkung ist es auch für coloriertes Haar eine sehr gute Wahl. Avocadoöl versorgt das Haar mit viel Feuchtigkeit und eignet sich damit insbesondere für trockene oder schuppige Kopfhaut. 

Das Öl kann pur in die Haare einmassiert werden und sollte für einige Stunden oder auch über Nacht einwirken. Danach kann man das Öl wie gewohnt mit Shampoo aus den Haaren auswaschen. Aus Avocadoöl kann man auch einfach eine Haarmaske selber machen. Einfach zwei Esslöffel Avocadoöl mit jeweils zwei Esslöffel Olivenöl und Kokosöl, ein Esslöffel Honig dazu und alles gut vermengen. Der Honig ist, gemischt mit den anderen Zutaten, nicht mehr klebrig und wirkt durch seine natürlichen Antioxidantien und den hohen Zuckergehalt feuchtigkeitsspendend und regt dadurch das Haarwachstum an. Nach einer halben Stunde Einwirkzeit ordentlich auswaschen und das Haar hat einen wunderbaren Glanz.

100 ml kaltgepresstes Avocadoöl kostet circa 5 Euro.

Mandelöl

Mandelöl ist wie das Avocadoöl, hochwertiger wenn es kaltgepresst ist, da so die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. 
Das kaltgepresste Süßmandelöl eignet sich besonders gut bei Haaren mit mittlerer Porosität, welches dem Durchschnitt in Europa entspricht. Das Öl spendet dem Haar die Feuchtigkeit die es benötigt, ohne fettig zu wirken. 
Es muss bei einer kleinen Anwendung nicht ausgespült werden und verleiht dem Haar so den ganzen Tag über einen natürlichen Glanz.

100 ml kaltgepresstes Mandelöl kostet ca 13 Euro.

Mandelöl

Lavendel Öl

Lavendelöl zählt zu den ätherischen Ölen und gilt schon seit Jahrhunderten als Wundermittel für die Haare. Wegen seiner antiseptischen und pilzhemmenden Wirkung wird es schon seit langer Zeit eingesetzt, um eine gesunde Kopfhaut zu garantieren. 
Das Öl wirkt gegen trockene und rote Stellen auf der Kopfhaut und wirkt Schuppen entgegen, welche das Haarwachstum verlangsamen. Das Lavendelöl regt das Wachstum der Zellen und somit auch das Haarwachstum an.  
Ein weiterer Vorteil des Lavendels ist der wunderbare Geruch. Die Aromen wirken beruhigend sowie stresshemmend auf das Nervensystem.

Für die Anwendung ist es am Besten, einige Tropfen des Öls mit einem Basisöl zu vermischen, wie beispielsweise Olivenöl oder Jojobaöl. Die Anwendung sollte idealerweise vor der Haarwäsche stattfinden. Lasse es 20-30 Minuten einwirken und wasche danach wie gewohnt deine Haare.
Für extra Pflege kann das Öl auch über Nacht einwirken. Wickle dazu die Haare am besten in ein Handtuch.
Die Durchblutung wird direkt gefördert und Entzündungen gemildert.

100 ml Lavendelöl kosten circa 10 Euro.

Lavendelöl

Jojobaöl

Jojobaöl ist eigentlich ein Wachs. Dieses Pflanzenwachs wird durch die Pressung der Nüsse des Jojoba-Strauches gewonnen und wird bei Raumtemperatur flüssig.

Warum das Öl so gut für die Anwendung jedes Hauttypen geeignet ist, liegt daran, dass das Öl dem menschlichen Hauttalg ähnelt und keinerlei reizende Inhaltsstoffe enthält. Es ist also besonders verträglich. 
Jojobaöl enthält Vitamin B und E, sowie Provitamin A. Es eignet sich besonders für dünnes und feines Haar.
Es ist feuchtigkeitsspendend und macht das Haar widerstandsfähiger und stärkt die Wurzeln, wodurch das Wachstum angeregt wird. Außerdem wirkt es beruhigend und beugt Juckreize auf der Kopfhaut vor. Die Pflege wirkt von dem Inneren der Haare nach außen, was bei Ölen aus der Drogerie oft bemängelt wird, da diese nur das Haar äußerlich pflegen und den Spliss nur überdecken. Durch die Pflege von innen heraus hilft es somit auch langfristig gegen Spliss und Frizz. Letzteres verleiht Jojoba den Haaren einen schönen und gesunden Glanz.

Einfach sanft in die Kopfhaut einmassieren und die Kopfhaut sowie das Haar bekommen die Feuchtigkeit zurück, welche sie benötigen. Wenn deine Haare dazu neigen, schnell fettig zu werden, solltest du das Jojobaöl nicht zu häufig verwenden. 

100 ml Jojobaöl kosten circa 14 Euro.

Jojobaöl

Fazit

Haaröle helfen dabei, eine gesunde, mit Feuchtigkeit versorgte Kopfhaut zu bewahren. Denn nur so können die Haare gesund wachsen. Bei jedem Öl sollte man sich langsam herantasten, um die Wechselwirkung zwischen Öl, Haar und Kopfhaut zu erkennen. Eine wöchentliche Anwendung sollte deinen Haaren bereits helfen, stärker und gesünder zu werden. Um den Haaren über den Tag hinweg einen besonderen Glanz zu verleihen, kann man wenige Tropfen eines der Öle auch nach jeder Haarwäsche in das nasse Haar einmassieren.