Mit diesen 5 Karriereboostern startest du 2019 richtig durch

Unabhängig davon, ob du gerade ein Studium oder eine Ausbildung beendest und erstmals ins Arbeitsleben einsteigst, oder ob du bereits seit einigen Jahren im Job bist – mit unseren fünf Tipps kannst du deiner Karriere einen nachhaltigen Schub verpassen.

1. Kenne dich selbst!

Der wichtigste Kompass für die Orientierung in Sachen Karriere bist du selbst. Nur wenn du weißt, wer du bist, was dir liegt und was du brauchst, um deine Bestleistung abrufen zu können, wirst du den optimalen Beruf finden. Um herauszufinden, welcher Job am besten zu dir passt, beantworte die folgenden Fragen. Tue dies am besten schriftlich, da es dabei behilflich sein kann, deine Gedanken sichtbar zu machen und anschließend ordnen zu können – so wirst du besonders gut Ideen für dein Berufsleben daraus ableiten können.

Welche Stärken und Talente habe ich, was fällt mir leichter als anderen?

⦁ Welche Stärken und Talente habe ich, was fällt mir leichter als anderen?

Welche Kompetenzen kann ich vorweisen?

Wofür bekomme ich immer wieder Lob von meinem Umfeld?

Was motiviert mich? Spornt mich zum Beispiel Wettbewerb an oder möchte ich vor allem etwas Sinnvolles leisten?

Welche Arbeitsumgebung brauche ich, um mich wohl zu fühlen? Bin ich beispielsweise ein zurückhaltender Mensch, der Ruhe bevorzugt, oder blühe ich im wuseligen Großraumbüro auf?

Mit welchen Menschen möchte ich zusammenarbeiten?

Welche Interessen habe ich, wofür brenne ich so richtig?

Überlege dir im zweiten Schritt, in welchem Job all diese Eigenschaften gefragt sind. Falls du bereits arbeitest, frage dich, wie gut deine jetzige Stelle zu deiner Persönlichkeit passt und wie authentisch du deine Potenziale dort einbringen kannst. Ist die Übereinstimmung eher schlecht, ziehe einen Jobwechsel in Erwägung.

2. Kenne dein „Warum“ hinter dem Ziel!

Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden. Aber auch wenn du bereits eine gewisse Vorstellung deiner beruflichen Ziele hast, lohnt es sich, das „Warum“ dahinter zu reflektieren. Dein Weg sollte nicht vorrangig extrinsisch, also von außen beeinflusst sein – das wären beispielsweise. Ziele, die deine Eltern sich für dich wünschen, die gerade in deinem Freundeskreis angesagt oder gesellschaftlich anerkannt sind. Nein, wo du beruflich hin willst, sollte aus deinem Inneren kommen, also intrinsisch motiviert sein: Was ist dir persönlich wichtig? Beantworte die folgenden Fragen schriftlich, um ein Gespür für dein individuelles „Warum“ zu entwickeln.

Nach welchen Werten richte ich mein Leben aus? Zählen für mich Freiheit, Sicherheit, Gemeinschaft oder Status?

Was bedeutet Karriere für mich und wo möchte ich beruflich hin? Möchte ich besonders viel Verantwortung tragen, mehr Geld verdienen, mich selbstständig machen oder eine ausgeglichene Work-Life-Balance erreichen?

Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Welche Tätigkeit würde mich wohl erfüllen?

Über deine Werte nachzudenken, hilft dir, den Kurs für dein (Arbeits-)Leben zu bestimmen. Denn sie sind Leuchttürme, an denen wir uns orientieren – jeder ganz individuell an den für ihn relevanten Werten. Darüber hinaus ist es wichtig, dir selbst klar zu machen, was du überhaupt unter Karriere verstehst. Nicht für jeden bedeutet sie „höher, weiter, schneller“ – vielleicht achtest du eher auf Sicherheit oder möglichst viel Freizeit neben dem Beruf? Es lohnt sich, sein (berufliches) Ziel in regelmäßigen Abständen immer wieder zu überdenken, denn im Laufe des Lebens kann sich die eigene Einstellung stark verändern. Notiere auch diese Antworten, vielleicht in Form einer kleinen Mindmap. Später alle Informationen und Gedanken schriftlich vorliegen zu haben, wird dir das Brainstorming über passende Stellen erleichtern.

3. Nutze „Vitamin B“!

Der Wert von Beziehungen und Kontakten ist für das Berufsleben so wichtig wie eh und je. Der Unterschied ist heute, dass inzwischen ein Großteil des Networkings in der digitalen Welt stattfindet – auf Plattformen wie XING oder LinkedIn, aber auch über nicht in erster Linie für Berufliches gedachte Social-Media-Angebote wie Facebook oder Instagram. Du musst nicht ständig „on“ sein, um davon zu profitieren. Nutze einfach die Schwarmintelligenz auf diesen Kanälen, indem du postest, was für einen Job du suchst. Versuche zumindest auf den Business-Plattformen, möglichst viele Kontakte hinzuzufügen – man weiß nie, von wem irgendwann der richtige Hinweis auf eine tolle Stelle kommt. Gleichzeitig lohnt sich auch ein klassisches Netzwerk im „real life“: Halte Augen und Ohren offen und tausche dich in deinem Umfeld über deine berufliche Situation aus. Vielleicht kennt einer deiner Bekannten jemanden, der dir mit einem (Einstiegs-)Job behilflich sein kann.

4. Bilde dich weiter!

Neben fachlichen Weiterbildungen lohnt es sich auch immer, in deine private Entwicklung zu investieren – denn ein interessantes Persönlichkeitsprofil sorgt dafür, dass du Personalern auffällst und sie dich im Kopf behalten. Außerdem steigerst du mit erfüllenden Freizeitbeschäftigungen deine eigene Zufriedenheit, die keineswegs nur vom Beruf abhängig gemacht werden sollte. Also, probier endlich dieses ungewöhnliche Hobby aus, auf das du schon lange Lust hast! Wie eingangs erwähnt, liefern dir zudem fachliche Zusatzqualifikationen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil: Wer nicht nur sein Fach studiert, sondern nebenbei in einem dazu passenden Bereich gejobbt oder Fortbildungskurse besucht hat, hat seiner Konkurrenz einiges voraus. Außerdem zeigt dies, dass du wirklich für dein Fachgebiet brennst – und damit punktest du ganz sicher beim Personaler.

5. Bleib flexibel!

Egal, wie gut du ausgebildet und vorbereitet bist: Ebenso wie andere Bereiche im Leben ist deine Karriere nicht zu 100 Prozent planbar. Manchmal führt der Weg zum Ziel über Umwege und Hindernisse, die es zu bewältigen gilt. Wichtig ist, dir eine Einstellung der Flexibilität und Ausdauer anzueignen: Hänge nicht krampfhaft an deinem ursprünglichen Plan, sondern lasse Raum für Anpassungen und überraschend auftretende gute Gelegenheiten. Ebenso solltest du dich nicht entmutigen lassen, wenn du bei der Jobsuche nicht auf Anhieb Erfolg hast. Gönn dir regelmäßig Erholungsphasen, um auch schwierige Zeiten mit einem aufgeladenen Akku meistern zu können.

Wenn du diese fünf Tipps befolgst, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Wir wünschen dir ein erfolgreiches 2019!

Ragnhild Struss ist Gründerin und Inhaberin von Struss und Partner Karrierestrategien, einer Karriereberatung mit Sitz in Hamburg. Seit 15 Jahren berät sie Schüler und Studenten sowie Berufserfahrene und Führungskräfte und hilft Menschen dabei, eigene Potenziale zu erkennen, wertzuschätzen, weiterzuentwickeln und strategisch klug einzusetzen. Du erreichst sie unter strussundpartner.de.