Henna zum Färben der Haare

Falls du dir die Haare färben möchtest, hast du dich eventuell auch schon einmal gefragt, ob du zu natürlicher oder synthetischer Farbe greifen solltest. Falls du dich dazu entscheiden solltest, deine Haare auf natürlichem Weg zu Färben, ist Henna eine Lösung. Doch welche Vor- und Nachteile kommen mit dieser natürlichen Alternative? Lese nachfolgend, was du beachten solltest, bevor du zu Henna greifst. 

Henna Haar

Was ist Henna?

Das pulverförmige Henna wird aus den getrockneten Blättern des Hennastrauchs gewonnen. Sobald das Pulver mit Flüssigkeit in Berührung kommt, entsteht daraus eine Paste. Diese Henna-Paste wird vorrangig in Indien und anderen Staaten im Mittleren Osten für die traditionellen Henna-Tattoos verwendet. Mit den temporären Tattoos werden zum Beispiel die Hände und Füße zu Hochzeiten und anderen feierlichen Anlässen aufwendig und kunstvoll verziert. Doch Henna eignet sich nicht nur dafür, die Haut kurzfristig zu verschönern, sondern ebenfalls zum Färben der Haare. 

Henna Haar

In welchen Farben ist Henna erhältlich?

Von Natur aus ist reines Henna rötlich. Obwohl dementsprechend die meisten Henna zu Recht mit rötlichen Haaren in Verbindung bringen, kann Henna dennoch wesentlich mehr: Henna kann die Haare nicht nur rot, sondern auch braun, schwarz oder blond färben. Das größere Farbspektrum wird dadurch erreicht, dass das natürliche Henna mit anderen Pflanzenstofffarben, wie beispielsweise Indigo, schwarzem Tee oder Kamillentee, vermischt wird. Sei dir also bewusst, dass die natürliche Pflanzenfarbe deinem Haar zwar viele Farbtöne verleihen, dieses jedoch nicht aufhellen kann. D.h. sollten deine Haare nicht bereits blond sein, wird blonde Hennafarbe wenig an deiner Haarfarbe ändern. 

Welche Vorteile hat Henna?

Ein klarer Vorteil von Henna ist, dass dieses ohne jegliche synthetischen Stoffe deine Haare färbt. Somit ist Henna dazu geeignet, deine Haare schonend zu färben und macht diese weder stumpf oder strohig, noch kaputt. Synthetische Haarfarbe öffnet die Struktur des Haares, damit die Farbmoleküle eindringen können. Henna hingegen lässt die Struktur deines Haares intakt und unberührt, und legt sich sozusagen nur ‘auf’ die äußerste Schicht deines Haares. Damit erhält dein Haar nicht nur einen Extraschutz von UV-Strahlen, sondern es hilft auch Spliss und Haarbruch vorzubeugen. Allerdings sollte dies nicht den Eindruck erwecken, dass sich Henna aufgrund dessen mit einer Haarwäsche einfach herauswaschen lässt. Auch wenn die Farbe mit der Zeit etwas verblasst, muss Henna dennoch herauswachsen – wie es ebenfalls für synthetische Haarfarbe der Fall ist. 

Ein Wort der Warnung für die Wahl des Henna-Produktes sei hier noch gesagt: Während reines Henna nicht schädlich für deine Haare ist, verkaufen viele Hersteller mittlerweile fertige Henna-Haarfarben, welche mit synthetischen Stoffen vermischt sind. Dies soll vor allem das Farbspektrum erweitern und somit eine größere Kundengruppe ansprechen. Diese zusätzlichen synthetischen Inhaltsstoffe können jedoch schlecht für dein Haar und deine Gesundheit sein. Achte hier vor allem darauf, dass sich kein Phenylendiamine (PPD) in deinem Produkt befindet.

Welche Nachteile hat Henna? 

Du solltest dir darüber bewusst sein, wenn du erst einmal deine Haare mit Henna gefärbt hast, du nicht einfach wieder auf synthetische Haarfarbe umsteigen kannst. Es wird oftmals berichtet, dass Haar, in welchem sich Henna befindet, unerwartete Reaktionen auslösen kann, wenn dieses mit synthetischer Haarfarbe in Berührung kommt. 

Zudem solltest du dir darüber bewusst sein, dass das Anmischen der Farbe sowie der Färbevorgang aufwändiger ist als es der Fall mit synthetischer Haarfarbe ist.

Henna Haar

Wie wird Henna zubereitet? 

Die Zubereitung von Henna ist eigentlich recht unkompliziert. Dennoch benötigt es etwas Übung, die fertige Hennapaste zu verwenden. Das Hennapulver wird einfach mit heißem Wasser vermischt. Möchtest du dem Henna eine dunklere Farbe verleihen, verwende anstelle von purem Wasser Schwarztee. Die natürlichen Zusätze, welche deinem Haar im Anschluss einen schönen Glanz verleihen, können vielfältig sein und es lassen sich viele Rezeptideen online finden.  

Sobald du das Pulver mit der Flüssigkeit vermengt hast, sollte sich eine Paste bilden, welche geschmolzener Schokolade ähnelt. Diese muss umgehend auf dein Haar aufgetragen werden, bevor die Paste anfängt auszutrocknen. Je trockener die Hennapaste ist, desto schwerer ist es, diese gleichmäßig und ohne Klumpen im Haar zu verteilen. Sobald die Hennapaste aufgetragen ist, heißt es geduldig sein. Henna sollte mindestens eine Stunde einwirken, besser sind sogar drei Stunden oder länger. Hier empfiehlt es sich, eine Klarsichtfolie, Duschhaube oder ähnliches zu tragen. Dies wird nicht nur die Farbe intensivieren, dank der Hitze, welche von deiner Kopfhaut ausgeht, sondern verhindert ebenfalls, dass das trocknende Henna auf deine Kleidung bröckelt oder sich in deiner Wohnung verteilt. 

Im Anschluss zu der Einwirkzeit muss das Henna sehr gründlich mit Wasser aus deinem Haar herausgewaschen werden. Das Auswaschen mit Shampoo ist übrigens nicht nötig. Es reicht vollkommen aus, das Haar im Anschluss mit einer silikonfreien Spülung zu verwöhnen.  

Fazit

Henna ist eine ausgezeichnete Lösung für jene, die ihre Haare gerne auf natürliche Weise färben möchten. Zwar ist der Vorgang etwas zeitaufwändiger als mit synthetischer Haarfarbe und es Bedarf etwas Übung, dennoch wirst du mit gesünderem Haar belohnt. Je öfter du Henna verwendest, desto intensiver und gesünder wird dein Haar strahlen!