Grillen im Winter – so geht’s richtig

Für den Großteil der Bevölkerung gehört das Grillen in den Sommer, wenn man bei warmer Sommerluft gemütlich bis in die späten Abendstunden im freien Sitzen kann. Doch auch das Wintergrillen kann sehr entspannend sein und spaßige Momente bieten. LebeJetzt informiert wie das Grillen auch im Winter ein unvergesslicher und erholsamer Moment wird.

Grillen ist meist ein Ereignis der Entschleunigung und des Entspannens. Doch im Sommer ist dann oftmals doch ziemlichen viel im Garten los: Es herrscht Partystimmung, Musik läuft, Freunde und Familie unterhalten sich. Die Nachbarn sind ebenso im Garten und versprühen gute Stimmung, manch einer mäht den Rasen oder Kinder toben herum.
Aus diesem Grund bietet sich der Winter hervorragend zum wirklichen Entschleunigen und Entspannen an. Um den Grill herum herrscht weniger Tumult. Man kann sich bei frischer Luft an der Wärme des Grills gemütlich aufwärmen und dabei die friedliche Natur genießen. Womöglich ist es schon dunkel und man kann während des Grillens schön entspannen und nebenher vielleicht gemütlich einen selbstgebrauten Glühwein trinken.

Der richtige Grill im Winter

Ratsam ist es, im Winter einen Grill mit Verschluss zu wählen. Die kalte Luft lässt die Glut ansonsten zu schnell abkühlen und der Grill kommt nicht richtig auf Temperatur. Dies kann wiederum dazu führen, dass beispielsweise das Fleisch oder Gemüse extrem lange braucht, um richtig zu garen oder letztendlich überhaupt nicht gar wird. Um dies zu verhindern, sollte der Deckel möglichst selten geöffnet werden, damit keine wertvolle Hitze verloren geht.
Wer hingegen einen Gasgrill benutzt, hat es mit der Hitzeregelung leichter, denn diese kann man per Knopf einstellen. Doch auch hier hilft ein Deckel, sodass keine unnötige Hitze verloren geht.
Allerdings ist es wichtig, darauf zu achten, besser Propangas anstelle von Butangas zu verwenden. Letzteres wandelt sich bereits bei geringen negativen Winter-Temperaturen nicht mehr in Gas um und kann daher nicht zum Grillen verwendet werden.

Sicherheit des Grillplatzes

Um sich beim Grillen im Winter nicht zu verletzten oder gar aus Versehen mit der Glut in Kontakt zu kommen, ist es ratsam, darauf zu achten, dass der Grillplatz leicht zugänglich sowie eisfrei ist. Denn nichts ist schlimmer, als durch Glatteis in den Grill zu fallen. Da es im Winter abends auch schon früh dunkel wird, ist es zudem empfehlenswert, den Grillplatz gut zu beleuchten. Ein zu greller Scheinwerfer, welcher die Nachbarn blenden könnte, ist zwar nicht nötig, allerdings können eine LED-Lampe oder ein Feuerkorb eine gemütliche Atmosphäre und genügend Licht erzeugen. 

Die richtige Kleidung

Trotz der Wärme des Grills sollte man dennoch beachten, dass man selbst ausreichend warm gekleidet ist beim Grillen im Winter. Denn trotz der Wärme des Grills, bleibt die Umgebungsluft stets kalt und die Gefahr einer Erkältung steigt. Leicht entflammbare oder weite Kleidungsstücke, welche schnell in die Glut kommen können und dort in Windeseile Flammen schlagen, sollten allerdings vermieden werden.

Lagerort des Grills im Winter

Man solte den Grill sowie die Holzkohle oder die Briketts im Winter jedoch nicht an der feuchten Luft lagern. Je nachdem aus welchem Material der Grill ist, kann die Witterung diesem ansonsten zusetzen und Rost hervorrufen. Wenn die Kohle oder Briketts nass werden, bringen diese leider keine gute Leistung mehr, was man natürlich dringendst verhindern möchte.
Tipp: Im Winter nicht nur auf Holzkohle setzen, sondern auch Briketts hinzumischen, denn diese halten die Temperatur länger.

Das Grillgut im Winter

Während im Sommer frische Salate und Geflügel bevorzugt werden, kann man auch im Winter selbstverständlich saisonale Produkte verwenden. So kann man beispielsweise einen Bratapfel auf dem Grill zaubern oder Kürbis zubereiten. Aber auch Folienkartoffeln oder Wildfleisch, wie beispielsweise Reh, passen hervorragend zu den kalten Temperaturen. Wer sich dennoch gerne das klassische Steak gönnen möchte, kann auch hier Abwandlung schaffen, indem von mediterranen, sommerlichen Marinaden abgesehen wird und auf saisonale Produkte zurückgegriffen wird. So kann man beispielsweise Orangen, Koriander oder Kümmel verwenden und daraus eine winterliche Marinade zaubern. 

Fazit 

Es mag sehr entspannt sein, in lauen Sommernächten im Garten oder auf dem Balkon zu sitzen und nebenher zu Grillen, doch auch im Winter braucht man darauf keineswegs zu verzichten. Auch wenn die Außentemperaturen nicht für sich sprechen, kann man es sich durchaus mit der richtigen Kleidung beim Grillen gemütlich machen. Man kann saisonale Produkte verwenden und so auch mal etwas anderes auf den Grill werfen als man es im Sommer immer macht. Mit ein paar Vorkehrungen wird das Grillen im Winter trotz kälteren Temperaturen ein riesen Spaß.