Flüssiges Gold – Manuka Honig

Honig von fleißigen Bienchen wird seit Jahrtausenden von Menschen wertgeschätzt, sei es dank dessen heilender Wirkung oder aufgrund seines süßen Geschmacks. Im Alten Ägypten war Honig als “Speise der Götter” bekannt und wurde als Quelle von Unsterblichkeit angepriesen. Zu Hippokrates Zeiten aßen Athleten Honig, um deren sportliche Leistung zu verbessern und auch heutzutage gilt Honig noch sowohl als heilendes, als auch wohlschmeckendes Wundermittel. Doch es geht noch viel edler als mit unserem altbewährten Blüten- oder Rapshonig: Der Manuka-Honig aus Neuseeland kann wahrlich als flüssiges Gold beschrieben werden. Erfahre nachfolgend alles Wissenswerte rund um den Manuka-Honig.

Woher kommt Manuka-Honig?

Der Ausdruck “fleissig wie eine Biene” kommt nicht von ungefähr: Für ungefähr 500 Gramm Honig benötigt es mehr als 10.000 aktive Bienchen, die mehr als 120.000 km zurücklegen müssen und mehr als 8.000.000 Blumen benötigen! Durch die benötigte Anzahl an Blumen zur Honigherstellung wird einem bereits der Wert des Manuka-Honigs etwas bewusster, denn dieser kann nur von einer einzigen Blumenart gewonnen werden, der Manuka (Leptospermum scoparium) oder auch Neuseelandmyrte oder Neuseeländischer Teebaum genannt. Dessen Blüten blühen gerade mal für 2 – 6 Wochen pro Jahr! Aufgrund der Bedürfnisse und der Wetterempfindlichkeit der Manuka-Pflanze kann diese nicht überall erfolgreich gedeihen und es benötigt sehr viel Planung sowie Können, um Manuka-Honig zu gewinnen. Die größten natürlichen Vorkommen der Manuka-Pflanze befinden sich in Neuseeland.MGO, 

Wieso ist Manuka-Honig so gesund?

Honig an sich hat bereits entzündungshemmende Wirkungen. Manuka-Honig werden jedoch noch gesündere Eigenschaften zugesprochen. Dies liegt daran, dass die Manuka-Pflanze ganz besondere Wirkstoffe hat, welche sich dann auch in dessen Honig vorfinden lassen: Leptosperin, DHA und Methylglyoxal (MGO). Diese Wirkstoffe machen Manuka-Honig so besonders, dass man Labels auf dessen Gläser finden kann, welche die prozentuale Konzentration dieser Wirkstoffe anzeigen. Und deren Konzentrationen machen sich dann auch im Preis bemerkbar: So wird Manuka-Honig, dessen Kilogramm rund 800 Milligramm MGO vorweist, für ca. 280 Euro/Kilogramm verkauft – das ist ein sehr stolzer Preis!

Wer sich ein Glas des teuren Honigs zum Verzehr kaufen möchte, kann jedoch aufatmen: Diese hohe MGO-Konzentration zu einem ebenso hohen Preis wird nur von denjenigen gekauft, welche den Manuka-Honig als reines Naturheilmittel anwenden möchten. Für den Verzehr werden niedrigere Konzentrationen verwendet, wie beispielsweise 100-200 Milligramm MGO/Kilogramm. Dieser ähnelt geschmacklich dem herkömmlich erhältlichen Honig. Erst bei höheren MGO-Konzentrationen verändert sich der Geschmack des Honigs etwas, welcher dann als schärfer und bitterer beschrieben wird.

MGO ist in seiner reinen Form als Gift klassifiziert. Jedoch macht hier, wie bei vielen Stoffen, die Dosis das Gift. Im Falle von Manuka-Honig ist die Dosis gering genug, um bei einem erwachsenen Menschen keine gesundheitlichen Schäden zu verursachen. Für Babies bis zu einem Jahr ist Manuka-Honig (oder Honig im generellen, aufgrund dessen eventuellen Anteils an Botulin-Bakterien) jedoch in der Tat nicht zum Verzehr zu empfehlen.

Wie wird Manuka-Honig angewendet?

Da Manuka-Honig verhältnismäßig sehr teuer ist, besonders im Vergleich zu unserem herkömmlichen Honig, wird er nicht einfach auf das Brot geschmiert. Stattdessen nimmt man ihn per Teelöffel zu sich. Die Dosierung richtet sich dann danach, welches Wehwehchen man behandeln möchte: Im Falle einer Erkältung wird beispielsweise ein Teelöffel Manuka-Honig pro Tag empfohlen. Ebenso lässt sich Manuka-Honig örtlich auf die Haut auftragen, um zum Beispiel Schürfwunden oder Akne zu behandeln, oder zur Inhalation bei Atemwegserkrankungen.

Fazit

Wer sich ein Glas Manuka-Honig für seine Hausapotheke kaufen möchte, der sollte sich im Reformhaus seines Vertrauens umgucken oder sogar in einer Apotheke. Achte dann auf die MGO-Konzentration, welche sich auf dem Glas befindet. Ebenso hilfreich kann das UMF-Kennzeichen sein (Unique Manuka Factor), welches einem Aufschluss über die Qualität und Reinheit des Honigs gibt sowie dessen Herkunft. Achte bei der Herkunft des Honigs darauf, dass dieser tatsächlich aus Neuseeland kommt. Aufgrund der steigenden Beliebtheit des Manuka-Honigs gibt es nämlich mittlerweile organisierte Kriminelle, welche Bienenstöcke aus Neuseeland stehlen, um dessen wertvollen Inhalt dann illegal weiterzuverkaufen. Ebenso ist das Wort “Manuka” nicht rechtlich geschützt. Sollte als Herkunftsland etwas anderes als Neuseeland angegeben sein, kannst du davon ausgehen, dass es sich nicht um echten Manuka-Honig handelt.