Die Cranberry – Ein Wundermittel für unsere Gesundheit?

Cranberries und ihre heilenden Kräfte sind seit vielen Jahren bekannt und weit verbreitet. Auch die wissenschaftliche Forschung hat die Cranberry und ihre Wirkung bereits eingehend untersucht. Die kleinen roten Beeren besitzen einige gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe, die tatsächlich Wunder bewirken können. Welche das sind und wogegen Sie besonders gut helfen, erfahren Sie hier.

Was ist eine Cranberry und woher kommt sie?

Die wortwörtliche deutsche Bezeichnung der Cranberry lautet eigentlich “großfrüchtige Moosbeere”. Sie ähnelt der Preiselbeere optisch sehr, weshalb Sie bei uns in Deutschland auch “Kulturpreiselbeere” genannt wird und hat einen eher sauren Geschmack. Dennoch ist sie nicht mit der Preiselbeere, sondern mit der Heidelbeere verwandt.

Während die Cranberry bei uns in Deutschland noch recht unbekannt scheint, ist sie in Nordamerika keineswegs neu. Bereits die Ureinwohner haben auf diese rote Beere geschworen – und das nicht ohne Grund, denn sie enthält wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, die eine förderliche Wirkung auf unsere Gesundheit haben.

Welche Inhaltsstoffe hat die Cranberry?

Mit nur 0,2 Gramm Fett, 0,4 Gramm Eiweiß, 12 Gramm Kohlenhydraten und 4 Gramm Zucker auf 100 Gramm Cranberries, sind nur wenig Hauptnährstoffe enthalten. Es sind wie bereits erwähnt, die sekundären Pflanzenstoffe Polyhenole und Antocyane, die die Beere zum echten Superfood machen. Diese schützen unsere Körperzellen vor giftigen Einflüssen und stärken außerdem unsere Blutgefäße und das Herz-Kreislauf-System.

Darüber hinaus enthält die Cranberry einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien: Auf 100 Gramm Cranberries ist bereits der tägliche Bedarf an Vitamin C gedeckt. Aber auch Vitamine B5 und B6, sowie Eisen sind enthalten.

Cranberry und ihre Wirkung gegen Blasenentzündung

Aus verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass die Cranberry beispielsweise auch einer Blasenentzündung vorbeugen kann. Sogenannte Proanthocyanidine sorgen dafür, dass sich Bakterien nicht in die Blase einnisten und vermehren können. So kann schon täglich ein Glas reiner Cranberrysaft einer Blasenentzündung vorbeugen, welches insbesondere für Menschen, die generell häufiger unter dieser leiden, eine super Sache ist.Alternativ erhält man Cranberries auch in der Apotheke in Form von Kapseln. Bei einer bereits bestehenden Blasenentzündung ist jedoch häufig ein Antibiotikum nötig. Nichtsdestotrotz kann man zusätzlich Cranberrysaft trinken, denn er fördert auch den Harndrang, welcher das Herausspülen der Bakterien beschleunigt.

Cranberry kann Prostatabeschwerden hemmen

Prostatakrebs-Patienten, die sich einer Strahlentherapie unterziehen, leiden häufig an Nebenwirkungen wie Schleimhautentzündungen in der Blase oder Harnröhre. Dies führt dazu, dass man ein ständiges Gefühl von Harndrang erlebt, wie bei einer Blasenentzündung. Eine Studie, die die Wirkung von Cranberry-Extrakt untersuchte, kam hier zu dem Ergebnis, dass bei Personen, die ein Cranberry-Extrakt erhielten, deutlich weniger Beschwerden (30% der Befragten) auftraten als bei Personen, die dieses Extrakt nicht erhielten (45% der Befragten).

Cranberry und Mundhygiene

Auch hinsichtlich der Mundhygiene sind Cranberries wirkungsvoll. Zahlreiche Studien kamen zum Ergebnis, dass die Proanthocyanidinen einen Anti-Haft-Faktor bilden und somit Karies, Parodontitis und Zahnfleischentzündungen reduzieren. Ebenso vermindert es die Ablagerung von Zahnbelag () und die Entstehung eines Biofilms. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass dadurch unangenehmer Mundgeruch bekämpft wird.

Cranberry als kulinarischer Genuss

Neben den gesundheitsförderlichen Effekt der Cranberry, ist sie beispielsweise auch super als Brotaufstrich in Form von Marmelade, oder als Zutat für Smoothies geeignet. Den Variationen, Cranberries zu sich zu nehmen, sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Ob als Saft, Kapsel, getrocknete Frucht, oder Marmelade – Wir können festhalten, dass es keinerlei negative Folgen hat, Cranberries  vermehrt in seine Ernährung einzubauen. Fakt ist, dass es nachweislich das Immunsystem stärkt und darüber hinaus auch noch lecker schmeckt – Was will man mehr?