Badekugeln – selber machen

Ein ausgiebiges wohltuendes Bad kann uns so manchen Stress nehmen. Besonders entspannend wird es, wenn gut riechende, farbenfrohe Badekugeln in das Wasser gegeben werden. Diese Badebomben sorgen für ein entspanntes Ambiente, wären diese nur nicht so teuer. Erfahrt nachfolgend, wie ihr die Badekugeln selbst herstellen könnt.

 

Badekugeln bereiten Groß und Klein besondere Freude in der Badewanne: Sie blubbern nicht nur im Wasser, sondern riechen auch verführerisch gut und geben dem Wasser eine tolle Farbe. Wäre da nicht der hohe Preis, könnte man sich die besondere Entspannungskur häufiger gönnen.
Auch als Geschenk werden die kleinen Kugeln oftmals gerne genutzt. Weihnachten steht vor der Tür, wie wäre es, eine selbstgemachte Badekugel zu verschenken? Dies spart nicht nur Geld, sondern ist auch nachhaltiger und umweltfreundlicher, als wenn man diese im Einzelhandel erwirbt. Außerdem bekommt das Weihnachtsgeschenk so eine ganz persönliche Note, da es handgefertigt und nicht ein Standardprodukt aus dem Laden ist.

Wie funktionieren Badekugeln?

Generell funktionieren Badekugeln so ähnlich wie herkömmliche Brausetabletten. In beiden ist Natron oder eine ähnliche Verbindung sowie eine Säure enthalten. Häufig befinden sich in Badekugeln daher Natron und Zitronensäure. Im trockenen pulverförmigen Zustand, können die beiden Chemikalien jedoch nicht reagieren. Eine chemische Reaktion findet nur statt, sobald das Gemisch mit Wasser in Berührung kommt. Während dieser Reaktion bildet sich Kohlensäure, welche das Sprudelgas Kohlenstoffdioxid ( CO2) freisetzt und dadurch das Badewasser schön blubbern lässt.
Das Öl in der Badekugel versorgt die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit. Des Weiteren ist das Natron wichtig, da es durch die antibakteriellen und basische Wirkung die Haut schön reinigt.
Ein wichtiger Tipp vorweg! Verzichtet auf wasserhaltige Zusatzstoffe in euren Badekugeln, um vorzeitiges Reagieren zwischen Natron und Zitronensäure zu verhindern.

Was benötige ich?

Generell gibt es, ähnlich wie beim Kuchenbacken auch, etliche verschiedene Rezepte und Möglichkeiten, die Badekugel zu kreieren. Daher zeigen wir euch die Grundzutaten, welche Ihr mit einigen anderen Zutaten verfeinern könnt. Das Rezept eignet sich für 4 Badekugeln.

Grundzutaten:

  • 220 g Natron
  • 115 g Zitronensäure
  • 55 g Speisestärke
  • 1TL Wasser
  • 10 Tropfen Ätherisches Öl
  • 50 g Kokosöl

Wunschzutaten

Je nach Belieben könnt Ihr eure Badekugel nach euren Wünschen verfeinern und ihnen so eine ganze individuelle Note verleihen. Mögliche Zutaten sind:

  • Lebensmittelfarbe
  • Kräuter
  • Blüten
  • Honig
  • Loser Tee
  • U.v.m. was euch einfällt

Wie erstelle ich die Badekugel?

Schritt 1: Zunächst verarbeitest du die trockenen Zutaten. Mische dafür Natron und Speisestärke zu einer einheitlichen Masse. Sofern du pulvrige Lebensmittelfarbe benutzt, kannst du diese nun auch hinzu geben. Nimm am besten etwas weniger und füge anschließend mehr hinzu, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Wenn du verschiedenfarbige Badekugeln herstellen möchtest, solltest du die Zutatenmischung auf mehrere Schüsseln aufteilen.

Schritt 2: Als nächstes vermischt du in einer separaten Schüssel die flüssigen Zutaten. Füge das flüssige Kokosöl, das ätherische Öl sowie den Teelöffel Wasser in die Schüssel. Wichtig ist es, alles gut zu vermischen, damit das Wasser die Badekugel nicht frühzeitig zum sprudeln bringt. Wenn du flüssige Lebensmittelfarbe benutzt, kannst du diese nun hinzugeben. Auch hier gilt, am Anfang lieber etwas weniger Farbe zu nehmen und später zu ergänzen. Auch hier solltest du verschiedene Schüsseln verwenden, wenn du verschiedenfarbige Badekugeln herstellen möchtest.

Schritt 3: Vermische nun langsam die flüssigen und trockenen Zutaten.

Schritt 4: Füge die Zitronensäure hinzu und mische auch diese langsam durch das gesamte Gemisch.

Schritt 5: Je nachdem, ob du eine spezielle Badekugel-Form, Eiswürfelformen, Plätzchenformen oder ähnliches benutzt, kannst du nun deine Wunschzutaten wie beispielsweise Blüten in die Förmchen legen oder der Zutatenmischung beifügen. Anschließend kannst du die Zutatenmischung in deine Förmchen einfügen oder die Zutatenmischung nach Belieben mit deinen Händen formen.

Schritt 6: Nun muss deine Badekugel noch aushärten. Dafür benötigt diese ca. 2 Tage bei Zimmertemperatur. Etwas schneller geht es, wenn du die Badekugel in den Kühlschrank legst. Nach etwa 5 Stunden sollte diese ausgehärtet sein.

Lass die selbst hergestellte Badekugel nach dem Aushärten nicht mit Wasser in Berührung kommen, denn ansonsten fängt diese frühzeitig an zu sprudeln.

Fazit

Mit nur wenigen Zutaten und ein paar kleinen Arbeitsschritten kann man leicht seine eigenen Badekugeln herstellen. So lebt man nicht nur nachhaltiger, da keine Plastikverpackungen benötigt werden, sondern kann auch sein individuelles Badeerlebnis kreieren. Handgefertigt dienen die Badekugeln auch als ein besonders schönes Geschenk.