Ab in den Garten

Der diesjährige Februar hatte es in sich und zeigte uns früh, worauf wir uns im Frühling freuen können. In Göttingen wurde sogar ein neuer Rekord-Temperaturanstieg gemessen: vom 14. zum 21. Februar stieg die Temperatur von -23,8 Grad auf plus 18,1 Grad. Auch wenn dieser Temperaturanstieg nun wieder gefallen ist, blühen mittlerweile die ersten Blumen auf.
Der Schnee ist definitiv geschmolzen und bei vielen kommt der Gedanke auf, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Doch ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die erste Gartenarbeit? Und falls ja, was muss bei der Gartenpflege alles beachtet werden?

Garten

Der richtige Zeitpunkt

Im Frühling ist die Gartenarbeit wichtig, um die Grundlage für die darauffolgenden Monate zu schaffen. Wann genau man mit der Gartenarbeit starten sollte, hängt von den Wetterbedingungen ab. Wie schon erwähnt, hatten wir diesen Februar wahres Aprilwetter, bei dem innerhalb weniger Tage eine mehr als 40 Grad große Temperaturdifferenz entstanden ist. Das schöne, warme Frühlingswetter hielt leider nicht lange an. Die Temperaturen im März sind erneut gefallen und es soll in den nächsten Wochen im Westen und Süden Deutschlands wieder zu Schneefällen kommen und Frost ist in ganz Deutschland nicht auszuschließen. 

Generell kann man sagen, dass man mit der Gartenarbeit beginnen sollte, wenn kein Schnee mehr abzusehen ist. Einige Aufgaben kann man jedoch auch schon davor erledigen.

Womit startet man?

Der erste Schritt im Garten ist das Entfernen von Laub, Moos, Zweigen und sonstigen Resten des Winters.

Für den Fall, dass der Februar mild ist, was er dieses Jahr auf jeden Fall in den letzten Tagen war, kann man mit dem Lockern des Bodens beginnen. Als Faustregel gilt hier: Der Boden kann bearbeitet werden, sobald dieser nicht mehr an den Schuhen kleben bleibt. Um die Bodenstruktur nicht zu zerstören, sollte man hierfür eine Grabegabel und einen Sauzahn benutzen. Im gleichen Schritt kann das Unkraut entfernt werden, damit dieses keine Chance zur Samenbildung und Vermehrung im Garten haben, so wie beispielsweise Rohkompost zur Bodenverbesserung eingearbeitet werden. Nachdem dies alles erledigt ist, können die Böden nun mit einer Harke bearbeitet werden, um für einen fein-krümeligen Boden zu sorgen.

Ebenfalls sollte man für Beete, welche man neu anlegen möchte, die Grasnarbe entfernen und ihren Boden mindestens zwei Spaten tief umgraben. Dabei sollte man besonders darauf achten, die Schichten nicht untereinander zu vermischen. 

Ab in den Garten

Pflanzenzucht und -pflege

Viele Pflanzen kann man schon zur jetzigen Jahreszeit heranziehen und langsam an das Klima draußen gewöhnen. Dies gelingt durch das Vorkultivieren in einem Gewächshaus oder in einem kühlen Raum im Haus.

Alle Frühlingsblüher aus Zwiebeln und Knollen können jetzt schon in Töpfe gepflanzt werden. Durch das Vorkultivieren können sie draußen eingepflanzt werden, bevor die Blühreife eintritt. Gemüsesorten wie Paprika und Chili haben eine lange Keimdauer, deswegen ist ein Tipp von uns, sie jetzt schon zu säen und im Haus vorzuziehen. Mit Tomaten hingehen sollte man beispielsweise besser noch bis Ende März warten.

Wie erwähnt, kann es die nächsten Wochen nachts noch sehr eisig werden. Das tut mitunter Jungpflanzen nicht gut. Allerdings gibt es Möglichkeiten, diese zu unterstützen. Durch dünne Folien aus Kunststoff, welche nicht auf der Pflanze aufliegen, bildet sich ein Luftpolster, welches durch die Einwirkung von Sonnenstrahlen aufgewärmt wird und die Pflanzen vor der Kälte schützt.

Strauch- und Heckenschnitt

Hecken, Stauden und Sträucher durfte man bis Ende Februar schneiden, bevor sie im Frühjahr neu treiben. Viel zu beachten ist hier nicht, es kann ruhig bis zum alten Holz zurückgeschnitten werden. Ab dem 1. März gilt jedoch jetzt bis zum 30. September das radikale Heckenschnittverbot, um die heimischen Tiere zu schützen. Oft muss aber im Frühjahr/Sommer, aufgrund des Wachstums, die Pflanzen erneut heruntergeschnitten werden. Ein schonender Pflegeschnitt ist auch während des Sommers erlaubt.

Weichholzige Pflanzen, wie Rosen, werden beschnitten, sobald die Forsythienblüte blüht. Kirsch- und Walnussbäume hingegen verheilen schlecht und sollten erst im Sommer beschnitten werden.

Ab in den Garten

Fazit

Auch wenn man bei frühlingshaften Temperaturen am liebsten sofort in den Garten möchte, um sich bei Sonnenschein um das eigene Stück Grünfläche zu kümmern, sollte man nicht zu früh beginnen. Der März kann die ganze Arbeit ganz schnell durch eisige Temperaturen zerstören. Man sollte also warten, bis man sicher sein kann, dass es zu keinen langanhaltenden, drastischen Minustemperaturen mehr kommen wird, wodurch Pflanzen und Sträucher womöglich Schaden tragen. Wir wünschen: Frohes Schaffen!